Chevrolet-Studien: Global Gas geben - DER SPIEGEL
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Chevrolet-Studien Global Gas geben

Die Entscheidung, dass Daewoo-Modelle künftig unter dem Markennamen Chevrolet verkauft werden, ist noch gar nicht richtig verdaut, da schalten die GM-Verantwortlichen schon einen Gang hoch. Beim Autosalon in Paris wurden zwei Studien enthüllt.
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Die Sache ist ein wenig kompliziert, aber eben nur ein wenig: Die Fahrzeuge der koreanischen Marke Daewoo, die zum General-Motors-Imperium gehört, werden ab sofort in Europa unter dem Label Chevrolet verkauft. Chevrolet wiederum ist die weltweit größte Marke im GM-Konzern und soll offenbar noch weiter wachsen. Wie genau das aussehen soll, ist derzeit in Paris zu sehen, denn auf dem Autosalon in Frankreichs Hauptstadt zeigt Chevrolet zwei Studien, die in den nächsten Jahren das Angebot erweitern sollen.

Da ist zum Beispiel der Kleinwagen M3X, der im kommenden Frühling als Nachfolger des Daewoo Matiz auf den Markt kommen wird. Das in Paris noch als Studie ausgestellte Auto ist daher mit dem künftigen Serienmodell schon nahezu identisch - zumindest wenn man sich Sportaccessoires wie Doppelauspuff, Dachspoiler, Leichtmetallräder oder die LED-Scheinwerfer sowie das Glas-Panoramadach wegdenkt. Übrig bleibt ein frisch-fröhlicher Kleinwagen der 3,50-Meter-Klasse, der von einem 1-Liter-Vierzylinder-Benziner angetrieben wird, der 64 PS (47 kW) leistet und das Auto gut 150 km/h schnell werden lässt.

Im Jahr 2006, so kündigen die Amerikaner bereits an, wird die Chevrolet-Modellpalette für Europa nach oben abgerundet. Dann soll der jetzt als Studie S3X gezeigte Geländewagen in den Verkauf kommen. Der Siebensitzer wird in Paris als Hybridfahrzeug ausgestellt, im wirklichen Leben jedoch das Erste in Europa angebotene Chevrolet-Modell mit Dieselmotor sein. Der bullige Brummer (4,64 Meter lang, 1,85 Meter breit, 1,72 Meter hoch) steht zwar auf 20 Zoll großen Show-Rädern, doch auch mit kleineren Felgen dürfte das Auto noch einen ziemlich voluminösen Eindruck machen.

Die Atmosphäre im Innenraum wird bestimmt durch das große Lamellen-Glasdach, das viel Licht in den Fahrgastraum lässt. Echtholz und blankes Metall wurden großzügig für die Vertäfelung des Interieurs verwendet, und selbstverständlich steckt in einem Konzeptauto dieses Kalibers ein DVD-Navigationssystem mit einem 18 Zentimeter großen Monitor.

Die Marke Chevrolet, 1911 vom gebürtigen Schweizer Konstrukteur Louis Chevrolet in den USA gegründet, gehört bereits seit 1918 zu General Motors. Bekannt wurde das Label vor allem durch den legendären Sportwagen Corvette. Mit sportlichen Mitteln soll auch jetzt versucht werden, Aufmerksamkeit zu erregen und potenzielle Kunden anzulocken. Chevrolet Europe gab in Paris bekannt, dass sich das Unternehmen im kommenden Jahr erstmals in der Firmengeschichte mit einem Werksteam an der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft beteiligen wird. An den Start rollen wird ein Rennauto auf Basis des Nubira, das von der britischen Tuningfirma RML entwickelt und eingesetzt wird. Das erste Rennen wird am 10. April in Monza stattfinden.

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