Chrysler Crossfire: Das Transatlantik-Coupé - DER SPIEGEL
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Chrysler Crossfire Das Transatlantik-Coupé

Die Studie Chrysler Crossfire gehörte zu Beginn dieses Jahres zu den aufsehenerregendsten Fahrzeugen bei der Autoshow in Detroit. Nun hat die US-Marke des DaimlerChrysler-Konzerns entschieden, das Auto bauen zu lassen - und zwar von Karmann in Osnabrück.
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Der niedersächsische Autobauer Karmann habe das beste Angebot gemacht, sagte DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp, deshalb werde erstmals die Produktion eines Chrysler-Modells nach Deutschland vergeben. Das bullig gestylte, zweisitzige Coupé Crossfire soll für einen satten Imagegewinn der angeschlagenen US-Marke sorgen, auch wenn es voraussichtlich nur in begrenzter Stückzahl verkauft werden kann. Aus diesem Grund - und weil Mercedes-Benz bereits gute Erfahrungen mit Karmann gemacht hat - wurde der Crossfire-Auftrag an eine externe Firma vergeben.

Karmann ist Spezialist für aufwändige Autos in vergleichsweise geringen Auflagen. Das Osnabrücker Unternehmen baut zum Beispiel das Golf Cabriolet, das neue Audi A4 Cabriolet, das Mercedes CLK Coupé und das CLK Cabrio und fertigt unter anderem Komponenten für den Mercedes SLK, für Jaguar und Renault. Nun wird also auch der Chrysler Crossfire entwickelt und gebaut. Der Wagen made in Germany mit dem Chrysler-Emblem über dem mächtigen, grob vergitterten Kühler wird auch Komponenten aus dem Mercedes-Regal eingepflanzt bekommen. Schrempp wird dahingehend zititert, dass in den Wagen Motor, Getriebe und weitere Bauteile aus Stuttgart eingebaut werden.

In der "FAZ" erklärte Karmann-Geschäftsführer Rainer Thieme, dass sein Unternehmen für den Crossfire mit einer mittleren Kapazität von etwa 30.000 Fahrzeugen pro Jahr plane. Ab Anfang des Jahres 2003 soll das Coupé in Osnabrück gefertigt werden. Das werde "ungefähr 800 Mitarbeiter" binden, erläuterte Thieme. Insgesamt beschäftigt Karmann derzeit rund 7700 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten (auch in Portugal, Brasilien und den USA), die derzeit pro Jahr zirka 100.000 Fahrzeuge bauen.

Chrysler-Chef Dieter Zetsche möchte mit dem Crossfire die Marke wieder revitalisieren, ihr ein sportlich-futuristisches Image einhauchen und einen deutlichen "Wir-sind-wieder-wer"-Akzent setzen. Zetsche: "Wir werden darauf achten, dass die Serienversion des Crossfire die Emotionen und den Charakter des Konzeptautos behält. Der Crossfire soll das Sportcoupé der Zukunft sein."