Chrysler Crossfire Der Zwei-Jahres-Wagen
Gut drei Jahre dauert es normalerweise, bis ein Auto den Weg vom Konzeptfahrzeug in die Endmontage findet - und das ist schon ziemlich zügig. Umso mehr Wert legt Chrysler auf die Feststellung, dass der Crossfire binnen 24 Monaten zur Serienreife gelangte. Die Botschaft ist eindeutig: Seht her, so schnell reagiert Chrysler auf Nachfragetrends. Grund: Es gab euphorische Publikumsreaktionen auf das schnittige Auto, dessen Design zwischen Retroelementen und sehr moderner Formensprache balanciert. "Das Fahrzeug vereint atemberaubendes amerikanisches Design und deutsche Technik", schwärmt Wolfgang Bernhard, Chief Operating Officer (COO) von Chrysler über das Auto.
Ein weiteres Element war wichtig, um das schnelle Zustandekommen des Serienmodells möglich zu machen: Die Verlagerung der Produktion nach Niedersachsen, nämlich zu Karmann nach Osnabrück. Dort sollen in diesem Jahr noch 11.000 Modelle vom Typ Crossfire gebaut werden. 2004 dann, dem ersten vollen Produktionsjahr, werden 20.000 Exemplare anvisiert. Ein wesentlicher Grund für die zügige Entwicklung des Autos war natürlich auch der Rückgriff auf vorhandene Technik. Die stammt weitgehend von Mercedes, nämlich Motor, Getriebe und Teile des Fahrwerks.
Darüber hinaus gibt es den Crossfire nur in einer Version mit einer Motorisierung. Dem 3,2-Liter-V6-Aggregat von Mercedes, das 224 PS (165 kW) leistet und wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Fünfgang-Automatik kombiniert werden kann. Im September, so die derzeitige Planung, sollen die ersten Crossfire-Modelle an Kunden in Deutschland ausgeliefert werden. Die Werbung für das Auto hat aber bereits begonnen. "Route 66 meets Autobahn", heißt einer der Slogans, die für die deutsch-amerikanische Freundschaft im Fahrzeugbau werben.