Chrysler Crossfire Roadster: Ami mit Mütze - DER SPIEGEL
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Chrysler Crossfire Roadster Ami mit Mütze

Es war klar, dass dieses Auto irgendwann oben ohne kommen musste. Dass es so schnell ging, überrascht dann aber doch. Der Chrysler Crossfire ist gerade erst wenige Monate im Handel, da präsentieren die Amerikaner nun den passenden Roadster dazu.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Noch bei der Markteinführung des Coupés im vergangenen Sommer wiegelten die Verantwortlichen ab: Ein Crossfire-Cabrio sei nicht in Planung. Nun steht er auf der Detroit Motor Show. Und schon im Frühjahr soll der offene Zweisitzer zu haben sein.

Wie das Coupé wird auch der Roadster bei Karmann in Osnabrück montiert. Die Dachspezialisten haben auch die Verdeckkonstruktion entwickelt. Entgegen dem modischen Trend allerdings nicht aus Metall, sondern aus Stoff, und der Fahrer muss auch noch selbst Hand anlegen - wenn auch nur eine. Die ist notwendig, um im Rahmen der Windschutzscheibe einen mittig platzierter Griff zu entriegeln und nach unten zu ziehen. Dann hebt sich das Vorderteil des Verdecks um rund 20 Zentimeter, gleichzeitig gleiten die Seitenscheiben herab. Der Rest funktioniert per Knopfdruck am Armaturenbrett: Hinter den beiden Passagieren öffnet sich eine Klappe, die Mütze faltet sich selbständig ins Verdeckfach und die Klappe schließt sich wieder. Der ganze Vorgang soll nur 22 Sekunden dauern.

Und gibt den Blick frei auf das Interieur, das sich vom Coupé nicht wesentlich unterscheidet. Hinter Fahrer- und Beifahrersitz ragen matt silbern lackierte Überrollbügel auf, harmonisch eingefasst durch zwei Blechhöcker auf dem Verdeckkasten. Die Sitze sind mit Leder bezogen, in beide Kopfstützen ist das Chrysler-Flügelemblem eingeprägt. Mattsilberne Zierringe geben den Weiß auf Schwarz gehaltenen Instrumenten einen eleganten Anstrich. Und auch die charakteristische mittige Rückgratlinie vom Frontgrill aufwärts bis zum doppelten Auspuffendrohr ist im Roadster wiederzufinden. Aus dem Blickwinkel des Fahrers läuft sie von der Mittelkonsole über die Instrumententafel und geht scheinbar nahtlos durch die Windschutzscheibe in die Motorhaube über. Alles in allem habe der neue Crossfire Roadster "das gleiche Vollbluttemperament wie das Crossfire Coupé", betont Chryslers Chefdesigner Trevor Creed.

Was bei einem Blick unter die Motorhaube weniger überrascht. Dort arbeitet das gleiche 218 PS starke 3,2 Liter-V6-Triebwerk mit 310 Newtonmeter Drehmoment, das Chrysler für den Crossfire aus dem Mercedes SLK implantierte. Ebenso wie beim Coupé gelangt die Kraft wahlweise über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Fünfgang-Automatik an die mächtigen 19-Zoll-Hinterräder.