Chrysler-Neuheit: VW-Diesel inside - DER SPIEGEL
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Chrysler-Neuheit VW-Diesel inside

Um in Europa eine Chance zu haben, braucht Chrysler dringend Dieselmotoren. Damit es schnell geht, bedient man sich nun beim Konkurrenten Volkswagen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Von 2005 an werde Volkswagen pro Jahr 120.000 Zwei-Liter-Dieselmotoren an Chrysler und Mitsubishi liefern, hieß es in einer Mitteilung des VW-Konzerns. Die Motorenkooperation, bei der es um die in der Golf-Klasse verwendeten Aggregate geht, soll bis zum Jahr 2013 laufen. Chrysler und Mitsubishi sollen sich nach dem Willen von DaimlerChrysler in Zukunft die gleichen Plattformen teilen.

Chrysler benötigt dringend Diesel-Motoren, um auf dem europäischen Markt eine Chance zu haben. Bei den Autokäufern in den USA sind Dieselantriebe trotz der Bemühungen europäischer Hersteller bisher praktisch nicht gefragt. Die Kooperation mit VW decke einen Großteil des Bedarfs ab, sagte ein Chrysler-Sprecher. Motoren für den Jeep Cherokee und den PT Cruiser bezieht Chrysler aus dem Mercedes-Werk in Stuttgart- Untertürkheim, der Rest kommt aus einem italienischen Werk von DaimlerChrysler. Bei Mitsubishi sollen die Mittelklasse-Modelle wie der Grandis die VW-Motoren erhalten, sagte CEO Rolf Eckrodt.

Die Vierventil-Turbomotoren leisten 136 PS und sind bei VW unter anderem im neuen Golf, im Touran und später auch im Passat im Einsatz. Sie werden nach Angaben von VW im niedersächsischen Salzgitter gefertigt.