Chryslers neuer Partner Tokio statt Stuttgart
New York - Es gehe um eine reine Produktionspartnerschaft, erklärten Chrysler und Nissan am Montagabend. Eine gegenseitige Beteiligung sei damit nicht verbunden. Für den angeschlagenen US-Hersteller Chrysler könnte die Allianz eine Möglichkeit bedeuten, sein Know-how bei großen Fahrzeugen zu nutzen und weitere Kapazitätssenkungen abzumildern.
Die sprithungrigen Geländewagen und Pick-Ups, die der US-Autobranche einst den Löwenanteil ihrer Gewinne bescherten, sind bei den Autofahrern in Ungnade gefallen. General Motors, Ford und Chrysler verbuchten gigantische Verluste und mussten Zehntausende Arbeitsplätze abbauen. Chrysler führt nach der Trennung vom deutschen Daimler-Konzern eine schmerzhafte Sanierung durch.
Der Chef von Nissan und Renault, Carlos Ghosn, hat mit Chrysler endlich einen Partner im US-Markt. Zuletzt waren Gespräche mit Branchenführer GM ergebnislos verlaufen, weil der US-Konzern trotz Milliardenverlusten eine Sanierung im Alleingang bevorzugte. Mit seinen eigenen großen Pick-Ups und Geländewagen war Nissan in den USA bisher nur mäßig erfolgreich.
hil/dpa