Citroën C-Crosser: Einfach nur plump - DER SPIEGEL
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Citroën C-Crosser Einfach nur plump

Da steht er nun, auf dem IAA-Stand von Citroën in Halle 8 des Frankfurter Messegeländes. Das Auto, das die Fähigkeit der Franzosen zum Vorausdenken unter Beweis stellen soll. Doch der erste Eindruck, den die Studie C-Crosser vermittelt, ist der eines recht plumpen Gefährts.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wenn so die Zukunft auf unseren Straßen aussieht, steht demnächst ein Buch mit dem Titel "Letzte Ausfahrt Eleganz" an. Denn hübsch oder flott, dynamisch oder gar sportiv sieht der Wagen auf dem runden Podest keineswegs aus. "Der C-Crosser entspricht den Vorstellungen des Hauses zum Thema Lifestyle-Auto", heißt es im Pressetext zu dem Konzeptfahrzeug.

Doch wie so oft in anderen Zusammenhängen, passen bei diesem Citroën Gestalt und Gehalt nicht recht zueinander. Während nämlich die Form reichlich einfallslos, dafür aber sehr plump und klobig wirkt, stecken im Inneren der Karosserie erstaunliche Ideen. Zunächst fällt auf, wie geräumig das Auto ist. Beinahe die volle Breite kommt dem Innenraum zugute. In der ersten und zweiten Reihe sind deshalb jeweils drei Sitze nebeneinander angeordnet. Außerdem ist der Wagen im oberen Teil beinahe komplett verglast, was das Raumgefühl zusätzlich positiv beeinflusst. Dann der Fahrerplatz. Je nach Vorliebe des Fahrzeuglenkers kann er die Steuereinheit rechts, in der Mitte oder links platzieren. Das geht so problemlos, weil es in diesem Auto keine Pedale mehr gibt.

Der C-Crosser wird ausschließlich über das U-förmige Lenkrad gesteuert, an dem sich unter anderem auch die Funktionen für Gas und Bremse befinden. Der 4,28 Meter lange Wagen kann auf Knopfdruck verwandelt werden. Zum Beispiel in einen Pick-up. Dann verschwinden der hintere Teil des Glasdaches und die Heckklappe im Fahrzeugboden und außerdem klappen die Rücksitze ein. So entsteht eine Ladefläche mit den Maßen 1,90 mal 1,20 Meter. Der Zugang zu diesem Laderaum wird dadurch erleichtert, dass sich die Ladekante um rund zehn Zentimeter absenken lässt und dass an den hinteren Seiten jeweils Schiebetüren angebracht sind.

Was die Fahrtechnik anbelangt, so kann der C-Crosser einen Zweiliter-Benzinmotor, eine Schaltautomatik, Allradantrieb, ESP und ABS, Allradlenkung sowie ein elektro-hydraulisches Fahrwerk aufweisen, dessen Bodenfreiheit variabel eingestellt werden kann.

So gehört der C-Crosser zweifellos zu den technisch innovativsten Studien auf der IAA. Schade, dass die Designer nicht auch ein wenig mutiger waren, anstatt die neue Technik so cool und uncharmant wie möglich zu verpacken. Vielleicht hätte ein vorheriger Besuch im Citroën-Museum dem Aussehen des Wagens gut getan.