Citroën C4 Picasso: Der Raumgewinner - DER SPIEGEL
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Citroën C4 Picasso Der Raumgewinner

Die französische Marke Citroën zeigte in den vergangenen Jahren besonders interessante Studien. Allmählich sickern die Ideen dieser Schaustücke in die Serienmodelle. Etwa in das neue Familienmodell C4 Picasso, das beim Autosalon in Paris Weltpremiere feiern wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Vans laufen gut bei Citroën. Vom großen Modell C8 verkauften die Franzosen im ersten Halbjahr hierzulande gut 1500 Stück, vom kompakten Xsara Picasso sogar mehr als 5100. Demnächst wird die Marke mit dem Doppelwinkel-Logo das Angebot im Segment der Großraumautos um ein drittes Modell erweitern: Beim Autosalon in Paris (30. September bis 15. Oktober) stellt Citroën erstmals den C4 Picasso vor, einen siebensitzigen Van, der sich exakt zwischen die beiden bereits etablierten Modellen fügt.

Der C4 Picasso ist allerdings mehr als nur ein weiteres Großraumauto. Die Entwickler bei Citroën haben sich einige Neuheiten einfallen lassen, die das bislang stets sehr gleichförmige Fahrzeugkonzept deutlich modernisieren und weiterentwickeln. Eine solche Neuerung sind beispielsweise die dünnen A-Säulen und die gleich anschließenden seitlichen Dreiecksfenster, die den Insassen nach vorne eine ausgesprochen weitwinklige Aussicht ermöglichen.

Neu ist auch die völlig gerade gestaltete Armaturentafel: Die Regler für die Klimaanlage sind links und rechts jeweils ganz am Rand platziert; weil der Wagen vorläufig nur mit einem automatisierten und elektrisch betätigten Sechsgang-Getriebe angeboten wird, wandern Schalthebel und -wippen ans Lenkrad und es bleibt Platz für vier große, geschlossene Ablagefächer im Armaturenbrett.

Farbenspiele in der Cockpitanzeige

Ebenfalls eine Neuheit ist das Cockpitdisplay, dessen Farbdarstellung der Fahrer ganz nach Geschmack und Laune variieren kann. Außerdem setzt Citroën auf indirekte Beleuchtung in den Armaturen und am Dachhimmel und hat eine automatische Beleuchtung in den Türverkleidungen versteckt, die immer dann angeht, sobald man die Hand ausstreckt, um etwas aus der Türablage zu greifen. Und schließlich gibt es im Kofferraum eine Taschenlampe, die während der Fahrt automatisch nachgeladen wird.

Die Karosserie des C4 Picasso ist 4,59 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Damit ist der Wagen rund 30 Zentimeter länger als ein Xsara Picasso und etwa 15 Zentimeter kürzer als ein C8. Die Franzosen versprechen, dass sieben Erwachsene bequem Platz finden und haben sich auch einen neuen Faltmechanismus für die äußeren Plätze in Reihe zwei ausgedacht, um den Zugang in die dritte Reihe zu erleichtern: Die Sitzfläche klappt dabei nach oben, und dann werden Lehne und aufgeklappter Sitz nach vorn geschoben.

Variabler Fond und eine Heckscheibe zum Absenken

Die beiden Sitze ganz hinten lassen sich komplett im Kofferraumboden versenken, dann fasst das Gepäckabteil 576 Liter. Werden auch noch die drei Plätze in Reihe zwei flachgelegt, entsteht ein Zweisitzer mit 1951 Liter Ladevolumen. Und damit auch in engen Lücken der Kofferraum zu erreichen ist, ohne dass die große Klappe geöffnet werden muss, lässt sich die Heckscheibe herabfahren.

Vier Motorvarianten, danach sieht es im Moment aus, wird Citroën für den C4 Picasso anbieten. Zwei Benziner mit 125 und 143 PS sowie zwei Diesel mit 109 und 136 PS und Rußpartikelfilter. Unmittelbar nach dem Debüt auf der Messe in Paris, also noch im Oktober soll das Auto zu den Händlern kommen. Die Preise stehen noch nicht fest, werden sich aber - wie die Karosserielänge - zwischen den beiden bekannten Van-Modellen einpendeln. Wir tippen auf mindestens 20.000 Euro für das Einstiegsmodell.

jüp