Crossover-SUV: So chic wie möglich - DER SPIEGEL
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Crossover-SUV So chic wie möglich

Allradantrieb, klotziger Auftritt und passabler Komfort - damit war bis vor kurzem der große Reibach auf dem Automarkt zu machen. SUV hieß das Zauberwort, inzwischen aber reicht das nicht mehr. Es muss mehr Pep, mehr Flair, mehr Design dazukommen. Die Zeit ist reif für den Crossover-SUV.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Crossover-SUV - schon wieder ein neuer Begriff im Branchen-Denglisch. Man könnnte diese Art von Autos auch Mode-Allradler oder Gelände-Schönlinge nennen. Jedenfalls sehen sie gut aus, verzichten auf typische Geländewagen-Attribute wie üppige Rammschutzplanken, möglichst viele rechte Winkel und eine Optik die vermuten lässt, dass die Designer ihre Entwürfe mit Legosteinen realisiert hätten. Das hat Taiji Toyota ganz sicher nicht getan. Der Designer in Diensten von Nissan ist der kreative Vater des Modells Murano, das im Frühjahr 2005 in Deutschland auf den Markt kommen wird.

Mit dem Murano schwappt die Welle dieser neuen Allradautos in Galagarderobe aus den USA nach Europa. Denn in Nordamerika ist der Murano schon seit gut einem Jahr auf dem Markt, mehr als 100.000 Exemplare wurden bereits verkauft. "Let your urban adventures begin", wirbt Nissan USA für den Wagen, der für US-Verhältnisse eher bescheiden motorisiert ist: Unter der Haube werkelt ein 3,5-Liter-V6-Motor mit 234 PS (172 kW). Der gleiche Motor, dort allerdings mit 280 PS (207 kW), kommt auch im Sportwagen 350 Z zum Einsatz.

Wie der formschöne Zweisitzer soll auch der knapp 4,80 Meter lange Murano vor allem mit seiner Ästhetik punkten. Damit sich die Kunden ganz und gar auf die Form konzentrieren können, bietet Nissan den Murano in Deutschland nur in einer einzigen Version an. Wählbar sind lediglich die Außenfarbe und die Farbe der Ledersitze (beige oder schwarz). Der Rest ist Standard, zum Beispiel sechs Airbags, ESP, 18-Zoll-Räder, stufenloses Automatikgetriebe, Klimaanlage und Rückfahrkamera. Der Einheitspreis für dieses Einheitspaket: 42.500 Euro.

Der Murano wird nicht lange allein bleiben. Andere Modelle aus der neuen Riege der Crossover-SUVs stehen bereits in den Startlöchern. Der neue Land Rover nach dem Vorbild der Studie Range Stormer, der extra-elegante und mit Hybridantrieb ausgestattete Lexus RX 400 H, die neue Mercedes M-Klasse, die voraussichtlich bei der Autoshow in Detroit ihre Weltpremiere feiern wird, und schließlich der Audi Pikes Peak. Bis der Wagen allerdings kommt, wird es Ende 2005 - doch das mit den Allrad-Schönlingen hat ja gerade erst angefangen.