Daihatsu Copen Neues aus Entenhausen
Kurios klingt nicht nur der Name, der sich aus den Worten Compact und Open zusammensetzt. Ungewöhnlich ist ebenso die Form des nur 3,39 Meter kurzen Roadsters, bei dem kaum zu unterscheiden ist, wo hinten und vorne ist. "Casablanca-Styling" nennt Daihatsu dieses Designkonzept. Entenhausener Eleganz würde aber auch passen. Denn mit seinen kurzen gewölbten Überhängen, dem "lachenden" Kühlergrill und den doppelten "Kulleraugen" vorn und den runden Heckleuchten sieht er aus wie eine Mischung aus Donald Ducks Comicauto und dem Audi TT. Gesteigert wird der hohe Niedlichkeitsfaktor noch einmal durch das kuppelförmige Aluminiumdach, das vier Hydraulikzylinder innerhalb von 20 Sekunden im Kofferraum verschwinden lassen. Allerdings schrumpft das 210 Liter große Gepäckfach des "kleinsten Roadsters der Welt mit elektrisch versenkbarem Hardtop" dann auf gerade mal noch 14 Liter zusammen.
Ebenso ungewöhnlich die Position des "Momo-Lenkrads". Denn Daihatsu wird den Copen wie im Heimatland Japan auch in Deutschland nur als Rechtslenker anbieten. Beste britische Roadster-Manier soll bei einem Radstand von nur 2,23 Meter und 9,2 Meter Wendekreis auch das direkte Handling sowie die kurz gestufte Schaltung bieten.
So mini der Roadster, so smart scheint der Antrieb. Ein 660-Kubik-Motörchen mit vier Zylindern und Turboaufladung bringt gerade 50 kW/68 PS und 100 Newtonmeter Drehmoment auf die Vorderräder. Doch für 830 Kilogramm Gesamtgewicht reicht das allemal, um den Baby-Roadster in 11,7 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen und ein Spitzentempo von 170 km/h zu erreichen. Der Verbrauch wird mit 6,4 Litern Normalsprit angegeben.
So infantil Optik und Motor erscheinen, so ausgewachsen liest sich hingegen die Ausstattungsliste. Klimaanlage, Sportsitze, längs- und höhenverstellbares Lederlenkrad, Servolenkung und Leichtmetallfelgen sind ab Werk an Bord. Sitzheizung und Sportfahrwerk können gegen Aufpreis geordert werden. Das Sicherheitspaket ist etwas enger geschnürt. Zur Serienausstattung gehören ABS, EBD, Seitenaufprallschutz, Überrollbügel sowie Fahrer- und Beifahrerairbags. Weitere Airbags oder gar ESP gibt es nicht.
In Japan läuft der Copen bereits seit Sommer letzten Jahres erfolgreich. Für den deutschen Markt sind vorerst 500 Modelle pro Jahr vorgesehen, die ab sofort für 17.200 Euro bestellt werden können. Ausgeliefert wird jedoch erst Anfang November.