Daihatsu-Studien Putzige Perlen
Daihatsu gehört zu den ältesten Autoherstellern Japans. Die Firma wurde 1907 gegründet und gehört seit 1998 zu Toyota. Unter dem Dach des Riesenkonzerns darf Daihatsu jetzt nach Herzenslust sogenannte Microcars entwickeln. Die jüngsten Ideen der Ingenieure werden auf der Tokio Motor Show gezeigt, allen voran das halboffene, viersitzige Spaßmobil Costa.
Der Allradler, so teilt Daihatsu mit, übertrage "das Konzept einer Sandale auf das Automobil". Also raus aus den zugeschnürten Karosserien, weg mit den Socken und rein in ein Auto, das Fahren wieder zu einem mit fast allen Sinnen erfahrbaren Erlebnis macht. Als Antrieb haben die Techniker dem Costa einen nur 660 Kubikzentimeter großen Dreizylinder-Turbomotor eingepflanzt. Für japanische Verkehrsverhältnisse - und dort ist der Hauptmarkt von Daihatsu - ein idealer Antrieb.
Der Turboknirps steckt auch in zwei weiteren Studien, die auf dem Daihatsu-Stand der Tokio Motor Show stehen werden. Zum Beispiel dem Modell SK-Tourer, einem kleinen Reisewagen mit glattem Design und vier Sitzen. Außerdem treibt das Aggregat auch das Konzeptauto Esse an, einenViersitzer, der besonders einfach und ökologisch verträglich konstruiert wurde.
Daihatsu-Studien: SK-Tourer, Esse, UFE-II
Das technisch aufwendigste Schaustück ist die Daihatsu-Studie UFE-II. Das Kürzel steht für Ultra Fuel Economy, und zwar in einer weiterentwickelten Variante. Wieder steckt ein 660-Kubikzentimeter-Motor unter der Karosserie. In diesem Fall jedoch handelt es sich um einen Benzindirekteinspritzer, der gemeinsam mit Elektroaggregaten das 440 Kilogramm schwere, dreisitzige Fahrzeug antreibt. Daihatsu teilt mit, der Wagen verbrauche auf 100 Kilometer im Durchschnitt 1,4 Liter Benzin. Oder, anders ausgedrückt: Mit einem Liter Benzin käme der UEF-II 72 Kilometer weit.
Wenn die Spritpreise weiter steigen wie zuletzt, werden solche Fahrzeuge wohl auch in Europa zunehmend interessanter. Und wer weiß, vielleicht wird die Marke Daihatsu, die im vergangenen Jahr laut Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg 7723 Neuwagen in Deutschland absetzte, dereinst das Nischendasein auch hierzulande ablegen.