Edelautos: Maybach wird kein Mercedes - DER SPIEGEL
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Edelautos Maybach wird kein Mercedes

Der Luxuswagen Maybach soll unter dem eigenen Markennamen vertrieben werden und nicht als Mercedes-Modell auf den Markt kommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach weltweiten Kundenbefragungen sind die Stuttgarter zu der Erkenntnis gekommen, dass der Name Mercedes für die Käufer von Luxusautos nicht genügend Zugkraft habe. Wer eine dreiviertel Million Mark in ein Auto investiert, soll deshalb auch einen exklusiven Namen dazu bekommen.

Der geht auf den einstigen Daimler-Chefkonstrukteur Wilhelm Maybach (1846 bis 1929) zurück, der als geistiger Vater des ersten Mercedes gilt. Sein Sohn Karl gründete die Automarke Maybach, die in den zwanziger Jahren Luxusautomobile produzierte.

Der 6,3 Meter lange und 2,6 Tonnen schwere Luxusliner, der im Herbst 2002 auf den Markt kommt, soll über Liegesitze wie im Flugzeug verfügen, über eine Bar, Golfschuh-Box und Regenschirmtrockner. Als Antrieb ist ein neu entwickelter Zwölfzylinder-Biturbo mit 5,5 Litern Hubraum und 450 PS geplant. Ebenfalls speziell für den Maybach entwickelt Mercedes eine Luftfederung für höchste Komfortansprüche.

Rund tausend Exemplare zu Preisen ab 650.000 Mark will DaimlerChrysler jährlich verkaufen. Jeder Maybach, der in einer neuen Halle im Mercedes-Werk Sindelfingen gebaut wird, soll ein Unikat sein, da jeder Kunde sein Modell im Hinblick auf Farben, Interieur, Technik und Ausstattung selbst zusammenstellen kann. Zunächst sind drei Maybach-Vertretungen in München, Düsseldorf und Berlin geplant.