Faltbares E-Mobil Armadillo-T Klappe zu, Auto weg
Winzig ist dieses Auto, clever und umweltfreundlich - aber irgendwie auch gefährlich. Denn wer aus dem Elektroauto Armadillo-T nicht rechtzeitig aussteigt, riskiert einen Genickbruch: der Zweisitzer lässt sich nämlich auf die Hälfte der Größe zusammenfalten. Auf Knopfruck schrumpft das E-Mobil und wird so klein und kompakt, dass es praktisch in eine Besenkammer passt.
Das Konzeptauto stammt aus Südkorea, es wurde am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) in Daejeon entwickelt. Es ist ein weiterer Lösungsansatz für zwei große Probleme jeder Großstadt: verstopfte Straßen und knappe Parkmöglichkeiten.
Handy schrumpft Auto
Der Armadillo-T ist als zweisitziges E-Mobil mit vier Radnabenmotoren sowie einer Lithium-Ionen-Batterie mit 13,6 kWh Speicherkapazität konzipiert. Nach Angaben der Erfinder, einem Team von Entwicklern um den KAIST-Professor In-Soo Suh, beträgt die Reichweite des 450 Kilogramm leichten Fahrzeugs rund hundert Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 60 km/h.
Elektroauto Armadillo-T: Exotischer Falter
Ist das Fahrtziel erreicht, wird per Smartphone der Faltvorgang aktiviert. Dann schrumpft der Armadillo-T von 3,20 Meter auf 1,65 Meter Länge. Zwar ragen die Hinterräder anschließend steil in die Höhe, doch gleichzeitig fahren kleine Rädchen aus dem Unterboden des Fahrzeugs aus, und das kompakte E-Auto-Paket kann in die Parklücke gerollt werden. "Der Wagen ist ideal für Carsharing-Angebote in Metropolen, für den Kurzstreckenverkehr für Touristen oder für den Einsatz in großen Gebäuden oder auf weitläufigen Firmengeländen", sagt Professor In-Soo Suh. Ob aus der smarten Idee ein Serienauto wird, lässt der Wissenschaftler allerdings offen.
Dabei wäre es wünschenswert, wenn ein Falter endlich mal Marktreife erlangen würde: Renault stellte bereits 1992 ein ähnliches Konzept vor, und vor drei Jahren präsentierte das Massachusetts Institute of Technology (MIT) gemeinsam mit dem spanischen Innovationszentrum Denokinn ebenfalls ein Klappmobil. Zoom und Hiriko hießen die erfolglosen Vorgänger des Armadillo-T. Beide Projekte erlitten irgendwann einen Genickbruch.