Ergebnisse des Blitz-Marathons - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Blitz-Marathon beendet Vollgas am Tag der Radarfalle

Der bundesweite Blitz-Marathon ist vorbei, jetzt zieht die Polizei Bilanz. Laut ersten Ergebnissen ist die Zahl der Temposünder gering, die meisten Autofahrer hielten sich an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Es gab allerdings auch haarsträubende Ausnahmen.
Sucher eines Geschwindigkeitsmessgerätes: Tausende Kontrollen
Sucher eines Geschwindigkeitsmessgerätes: Tausende Kontrollen

Sucher eines Geschwindigkeitsmessgerätes: Tausende Kontrollen

Foto: Philipp Schulze/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - Nach dem ersten bundesweiten Blitz-Marathon hat die Polizei mit der Auswertung ihrer Tempokontrollen begonnen. Die Ergebnisse erwartet das nordrhein-westfälische Innenministerium am Freitagmittag, wie ein Sprecher sagte. Nordrhein-Westfalen hat die Federführung bei der Kontrollaktion.

Der Blitz-Marathon der Polizei war am Freitagmorgen um 6 Uhr zu Ende gegangen. 24 Stunden lang hatten fast 15.000 Beamte an mehr als 8700 Stellen in ganz Deutschland Temposünder ins Visier genommen.

Allein in Nordrhein-Westfalen waren bis Donnerstagabend mehr als 422.000 Autofahrer kontrolliert worden. Bei etwa 11.000 hätten die Messgeräte eine zu hohe Geschwindigkeit angezeigt, sagte der Ministeriumssprecher. Das sei eine Quote von etwa 2,7 Prozent der kontrollierten Autofahrer. Zum Vergleich: Beim Blitz-Marathon in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Juni fuhren rund vier Prozent der kontrollierten Autofahrer zu schnell.

Mit 109 km/h in der Tempo-50-Zone

Einige Unbelehrbare waren mit extremem Vollgas unterwegs: Spitzenreiter in NRW sei bis Donnerstagabend ein Autofahrer in Düsseldorf gewesen, der mit Tempo 109 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde erwischt wurde, sagte der Ministeriumssprecher. In Gütersloh wurden drei Raser gestoppt, die mehr als 100 Sachen fuhren, wo nur Tempo 50 erlaubt ist.

Im Kreis Recklinghausen erwischte die Polizei fünf Fahrer innerhalb von Ortschaften mit mehr als 90 Stundenkilometern auf dem Tacho. Die Folgen waren Verwarnungsgelder, Strafpunkte und Fahrverbote.

Die verstärkte Kontrolle von Tempolimits war groß angekündigt worden. Die Innenministerkonferenz hatte die bundesweite Aktion im Mai beschlossen. Alle 16 Bundesländer und Stadtstaaten beteiligten sich.

cst/dpa