Fahranfänger: Bundesregierung will Null-Promille-Grenze einführen - DER SPIEGEL
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Fahranfänger Bundesregierung will Null-Promille-Grenze einführen

Gerade erst hat die EU-Kommission ein schärferes Vorgehen gegen Alkoholmissbrauch empfohlen, jetzt will die Bundesregierung eine der zentralen Forderungen umsetzen: Laut der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing soll ab kommendem Sommer eine Null-Promille-Grenze für Fahranfänger gelten.
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Berlin – Das Thema ist ein Dauerbrenner. Seit Jahren fordern Verkehrsexperten und Automobilclubs, dass für Autofahrer, die ihren Führerschein gerade erst gemacht haben, im Straßenverkehr eine Null-Promille-Grenze in Sachen Alkohol gelten soll. Denn statistisch gesehen gehen überproportional viele Autounfälle auf das Konto von Fahranfängern.

Jetzt will die Bundesregierung die Regelung offenbar einführen. Die Null-Promille-Grenze sei in Deutschland machbar und geplant, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, heute im RBB-Inforadio. Sie werde voraussichtlich im Sommer kommenden Jahres inkrafttreten - und zwar für Fahranfänger unabhängig vom Alter. Die Maßnahme soll demzufolge nach dem Erwerb des Führerscheins zwei Jahre lang gelten.

Bätzing forderte zudem eine öffentliche Debatte darüber, ob das Alter für den legalen Erwerb etwa von Bier von 16 auf 18 Jahre erhöht werden sollte. Auch strengere Kontrollen beim Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche regte die Drogenbeauftragte an.

Die EU-Kommission hatte gestern bei der Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs in den 25 EU-Mitgliedstaaten Hilfe angeboten, aber keine Vorschläge zu einer EU-weiten Gesetzgebung gemacht. Zu den Prioritäten des Kommissions-Programms gehört eine Senkung der Zahl von Verletzungen und Todesfälle durch alkoholbedingte Verkehrsunfälle.

har/ddp/dpa

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