Fehlerhafte Blitzer: Autoindustrie fordert "Ende der Abzocke" - DER SPIEGEL
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Fehlerhafte Blitzer Autoindustrie fordert "Ende der Abzocke"

Hohe Fehlerquote beim Blitzen: Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie hat gefordert, die Tempoüberwachung deutscher Straßen zu verbessern - Autofahrer dürften nicht "missbraucht und abgezockt" werden.
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Berlin - Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, hat Städte und Gemeinden aufgefordert, die Fehlerquote bei der Erfassung von Temposündern drastisch zu reduzieren. "Strafen und Regeln werden nur dann akzeptiert und befolgt, wenn sie nachvollziehbar sind. Nur dann können sie helfen, unsere Straßen sicherer zu machen", schrieb Wissmann in einem Gastbetrag für die Zeitung "Bild am Sonntag".

Verkehrsüberwachung mit Laser-Messgerät: 80 Prozent der Blitzer-Bußgeldbescheide sollen fehlerhaft sein

Verkehrsüberwachung mit Laser-Messgerät: 80 Prozent der Blitzer-Bußgeldbescheide sollen fehlerhaft sein

Foto: DDP

Städte und Gemeinden müssten "schleunigst alles tun, um ihre Messverfahren zuverlässiger und genauer zu machen", so Wissmann. Er bezog sich auf eine Studie der Verkehr-Unfall-Technik-Sachverständigengesellschaft (VUT), die ergeben hatte, dass 80 Prozent der wegen zu schnellen Fahrens eingeleiteten Bußgeldverfahren starke technische oder formale Mängel beinhalten.

Laut der Untersuchung reicht die Bandbreite dabei von unkorrektem Messgeräteaufbau bis hin zu Fahrzeugverwechslungen.

In fünf Prozent der untersuchten Fälle seien die Messergebnisse nachweislich falsch beziehungsweise den geblitzten Autofahrern falsche Messwerte zugeordnet worden. "Die Produkte der deutschen Automobilindustrie sind sicher und verlässlich, die Blitzer an deutschen Straßenrändern sind es anscheinend nicht immer", sagte Wissmann.

Zwar dürften Raser nicht ungeschoren davonkommen, doch es sei ebenfalls nicht tragbar, dass sich Kommunen an fälschlich erhobenen Bußgeldern bereicherten: "Autofahrer dürfen nicht missbraucht und abgezockt werden, um die klammen Stadtsäckel so mancher Kommune zu füllen - und erst recht nicht, wenn die Bußgeldbescheide auch noch fehlerhaft sind."

sto

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