Fiat bei Tchibo: Ein Pfund Kaffee und ein Auto - DER SPIEGEL
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Fiat bei Tchibo Ein Pfund Kaffee und ein Auto

Als im Mai 2001 die Handelskette Edeka eine Verkaufsaktion mit dem Fiat Punto startete, reagierte die italienische Marke mit einer Klage und bekam Recht. Ab nächster Woche wird beim Kaffeeröster Tchibo das Modell Stilo angeboten – mit dem Segen von Fiat.
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Die italienische Marke, nach ihrer Selbsteinschätzung "für innovative Ideen bekannt und für ungewöhnliche Aktionen aufgeschlossen", wird vom 5. November bis zum 31. Dezember dieses Jahres das Sondermodell Fiat Stilo limited TCM Edition anbieten. Fiat rühmt sich, "damit als erster Hersteller offiziell eine Verkaufsaktion auf dem deutschen Markt zusammen mit einem Handelsunternehmen" zu organisieren. Dies geschehe, so erklärt das Unternehmen, "in Abstimmung mit dem Fiat Händlerverband".

Klaus Fricke, Vorstandschef der Fiat Automobil AG Deutschland sagt: "Diese temporäre strategische Allianz dient der gemeinsamen Erschließung zusätzlicher Kunden und Interessenten. Es ist zudem ein Test zur Erweiterung unseres Marketing-Spektrums." 14.990 Euro soll der Kompaktwagen Stilo bei Tchibo kosten, was - angesichts diverser Sonderausstattungen und Zusatzleistungen - einer Ersparnis von mehr als 4000 Euro entspricht. "Der Preis für das Sondermodell ist nur durch die Nachfragebündelung über die Tchibo-TCM-Edition möglich", sagt Fricke.

Vertrieben wird das Auto weiterhin über das Händlernetz von Fiat. Das Sondermodell ist mit einem 103 PS (76 kW) starken 1,6-Liter-Vierventil-Vierzylinder motorisiert. Lackiert ist der Wagen entweder schwarz- oder silbermetallic. Zur Ausstattung gehören zum Beispiel sechs Airbags, ABS, elektrische Fensterheber vorn, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, CD-Musikanlage, elektrisches Lamellendach und ein mobiles Navigationssystem mit Pocket-PC. Mit dem Kauf des Tchibo-Stilo verbunden ist eine ADAC-Mitgliedschaft für ein Jahr, ein Fahrertraining, die Übernahme der Kosten für die Überführung und die erste Inspektion.

1000 Autos der Sonderedition möchte Fiat in Deutschland verkaufen. Zumindest die Verkaufsstatistik wird das Unternehmen mit dieser Aktion aufpäppeln. Zweifelhaft dagegen scheint, ob solche Maßnahmen auch Gewinn abwerfen. Das müssten sie aber eigentlich, zumal Vorstandschef Fricke stets betont, dass Fiat in Deutschland seine Strategie geändert habe und nun der Grundsatz gelte: "Rendite vor Volumen".