Fiat Doblò: Pragmatiker aus Turin - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fiat Doblò Pragmatiker aus Turin

Unter den kompakten Mehrzweckautos stechen Modelle wie der Fiat Doblò oder der Renault Kangoo auf Grund ihres überdimensionalen Volumens hervor. Fiat hat sein Modell jetzt rundum erneuert - und einen neuen Einstiegsmotor gibt es auch.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es gibt noch gar keine richtige Kategorie für diese Autos, das Kraftfahrt-Bundesamt etwa führt sie in der Rubrik Kleinwagen, doch da gehören sie definitiv nicht hin. Die Rede ist von Vielzweckmobilen wie dem Fiat Doblò, einem 4,25 Meter langen Auto mit Pkw-Front und Nutzfahrzeug-Heck - also einem kastigen Kombiaufbau über der Hinterachse. Neben Fiat gibt es in dieser Klasse nur noch drei französische Anbieter: die Zwillingsmodelle Citroën Berlingo und Peugeot Partner sowie den Renault Kangoo. In diesem Quartett rangierte, legt man die Zulassungszahlen in Deutschland im ersten Halbjahr 2005 zugrunde, der Citroën (7044 Neuzulassungen) vor dem Fiat (6240), dem Renault (5827) und dem Modell von Peugeot (1487).

Ab Anfang November wollen die Italiener nun mit einem überarbeiteten Doblò den Spitzenreiter Berlingo attackieren. Was hat der frische Doblò zu bieten? Optisch überarbeitet wurden die Front- und Heckpartie des Autos, dazu kamen einige Retuschen im Innenraum, etwa neue Türverkleidungen sowie ein zweifarbiges Armaturenbrett, das mehr Wohnlichkeit in der ansonsten nüchtern und sachlich gehaltenen Passagierkabine ausstrahlen soll. Geblieben ist das durch eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne variable Gepäckabteil, das zwischen 750 und 3000 Liter schluckt.

Der Einstieg in die Doblò-Preisliste liegt bei 12.890 Euro. So viel kostet das Modell mit dem neuen 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner, der 77 PS (57 kW) leistet, den Wagen auf bis zu 148 km/h beschleunigt und im Durchschnitt 7,4 Liter je 100 Kilometer verbraucht. Neben diesem Benzinmotor bietet Fiat noch drei Dieselaggregate für den Doblò an, deren Leistungen von 85 bis 120 PS reichen (62 bis 88 kW), und die ausnahmslos ab Werk mit Rußpartikelfilter ausgerüstet werden.

Die Grundausstattung - insgesamt sind vier Ausstattungsversionen verfügbar - umfasst unter anderem vier Airbags, ABS, Servolenkung, Wärmeschutzverglasung und seitliche Schiebefenster. Wer mag, kann darüber hinaus Extras wie eine Einparkhilfe, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Sitzheizung für den Fahrer, Navigationssystem, Klimaanlage, Nebelscheinwerfer oder ein Hochdach bestellen.