Ford Eco-Driving: Gasfuß locker lassen - DER SPIEGEL
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Ford Eco-Driving Gasfuß locker lassen

Steigende Spritpreise, klaffende Ozonlöcher, zunehmender Treibhauseffekt. Es gibt ein kleines, bescheidenes Mittel, um diese drei negativen Trends des Autofahrens zumindest ein wenig abzumildern: intelligenter fahren. Wie das genau geht, lehrt Ford beim "Eco-Driving-Training".
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Selbst die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (Unep) lobte die Initiative. Das Eco-Driving-Training sei eine sinnvolle Sache, pries die globale Ökobehörde den Autohersteller Ford. Solche Ehre wurden noch keinem anderen Pkw-Konzern zuteil. Und tatsächlich sind die so genannten Eco-Driving-Programme ein bescheidener, aber wirkungsvoller Beitrag, um Kraftstoff zu sparen und damit nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt zu entlasten.

Ford bietet seine Spritspar-Fahrkurse für verschiedene Zielgruppen an. An Privatfahrer richtet sich das "Eco-Driving-Training" (vier Stunden, 100 Euro), das von Ford-Händlern auf Ford-Fahrzeugen angeboten wird. Zudem gibt es das "Eco-Driving-Kompakt-Training", (eine Stunde, 60 Euro), bei dem der Interessent mit einem persönlichen Instruktor im eigenen Fahrzeug einen kurzen, aber intensiven Sparfahr-Kurs absolviert. Diese Kompakt-Kurse werden von fast allen Fahrschulen angeboten, denn Kooperationspartner des "Eco-Driving"-Programms sind der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.

Gelehrt wird nach dem Motto "schneller schalten, weiter kommen" - und zwar in Theorie und Praxis. Gefahren wird dabei nicht unter "Laborbedingungen" auf Übungsplätzen, sondern ausschließlich im öffentlichen Straßenverkehr. Die einzige Teilnahmebedingung ist daher ein gültiger Führerschein.

Die Ford-Verantwortlichen argumentieren, dass es nicht genüge, sparsame Autos zu bauen, sondern man müsse den Autofahrern auch das Wissen vermitteln, um das Einsparpotenzial ihrer Fahrzeuge auch konsequent nutzen zu können. Es geht also um das Fahren mit geeigneten Drehzahlen, um vorausschauendes und entspanntes Fahren und das clevere Einschätzen von Situationen. Ford spricht von einer durchschnittlichen Kraftstoffersparnis von 25 Prozent - verbunden mit entsprechend geringerem CO2-Ausstoß.

Im Schnitt, so werben die Kölner für ihr Programm, könne ein Autofahrer (pro Jahr 12.000 Kilometer, Kraftstoffkosten zirka 1000 Euro) bei konsequenter Umsetzung der Eco-Driving-Lerninhalte 250 Euro pro Jahr sparen. Es bliebe also auch nach der Investition in ein Training noch ein ganzer Batzen übrig.