Ford-"Ethno-Kampagne": Transits vom Bosporus - DER SPIEGEL
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Ford-"Ethno-Kampagne" Transits vom Bosporus

Ob voll gepackt mit Kind und Kegel auf der Autobahn oder als rasender Obst-und-Gemüse-Transporter in der City. Türken im Transit sind ein vertrautes Bild im hiesigen Straßenverkehr. Mit einer so genannten Ethno-Kampagne wollen die Kölner Ford-Werke ihre treue Klientel jetzt direkt ansprechen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Beworben wird dabei die neue Modellreihe Transit Connect und Tourneo Connect. Zwei kompakte Kleintransporter, seit Ende März mit langem und kurzen Radstand zu haben, die nach Meinung der Ford-Marketingstrategen, vor allem für den türkischen Gemüseladen oder die Döner-Bude an der Ecke interessant sein könnten. Denn davon gibt es in Deutschland nicht wenige. Von den zurzeit rund 60.000 in Deutschland lebenden selbständigen Türken, sind rund 80 Prozent Einzelhändler und Gastronomen.

Auftakt der "Ethno-Kampagne" ist eine Präsentation der beiden Transit-Modelle auf dem Kölner Großmarkt, bei der unter anderem vier türkische Verkäufer beraten und Testfahrten anbieten. Parallel dazu gibt es ein Print-Motiv, das von der Werbeagentur Ogilvy & Mather konzipiert wurde. Es zeigt die im türkischen Ford-Werk Kocaeli produzierten Transporter-Modelle am Ufer des Bosporus mit der Headline "Unser Europameister".

Geschaltet wird das Motiv für die nächsten drei Monate in den in Deutschland erscheinenden türkischen Tageszeitungen und Magazinen. Die Printwerbung weist auch auf die in türkischer Sprache geschaltete Internetseite mit Produktinformationen und eine entsprechende Hotline hin, an der Mitarbeiter Fragen in türkischer Sprache zum Produkt beantworten und Wünsche für Probefahrten entgegennehmen. "Mit der Printkampagne in türkischer Muttersprache wollen wir diese wichtige Zielgruppe für uns erschließen", sagt Fords Nutzfahrzeuge-Manager, Thomas Hartmann.