Ford Focus Coupé-Cabriolet Vorfreude aufbauen
In den Kölner Ford-Werken hoffen die Verantwortlichen wieder auf einen goldenen Oktober, wie er im vergangenen Jahr über Deutschland glänzte. Denn "frühestens Ende September", wie es bei Ford heißt, wird die dringend erwartete offene Variante des Ford Focus hierzulande eintreffen. Bei dem Kompaktwagen handelt es sich um ein Coupé-Cabriolet, also ein Auto mit versenkbarem Stahldach. Das zweiteilige, feste Verdeck ist im Vergleich zur fünfteiligen Dachkonstruktion des VW Eos eher simpel ausgeführt - doch womöglich ist das nach einigen Jahren des Gebrauchs und mehreren hundert Ein- und Ausklappmanövern ganz gut so.
Nicht so gut ist zweifellos das Timing. Denn wenn Ford mit seinem Auto antanzt, ist der Sommer vorüber und außer der Hoffnung auf ein paar milde Herbsttage bleibt wohl nur die Erfahrung des Wagens als Coupé und das Warten auf die nächste Cabriosaison. Weil das so ist, versucht Ford die Kundschaft auch über den Preis zu locken. Während der VW Eos mindestens 25.950 Euro kostet und der Opel Astra Twintop mindestens 23.650 Euro, verlangt Ford für das Basismodell des Focus Coupé-Cabrio 22.975 Euro.
In diesem Fall tritt der Wagen mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor mit einer Leistung von 100 PS sowie einem Fünfgang-Schaltgetriebe an. Zudem sind für den Wagen auch ein 2-Liter-Benziner mit 145 PS sowie ein 2-Liter-Dieselmotor mit 136 PS im Angebot. Sämtliche Varianten des Modells verfügen über Klimaanlage, Bordcomputer, beheizbare Vordersitze, und elektrische Fensterheber. Der Kofferraum fasst bei geschlossenem Dach erstaunliche 500 Liter - was beim Transport hilft, jedoch der Optik nicht unbedingt zuträglich ist.
Um die Kunden von vornherein von der Konkurrenz fernzuhalten, offeriert Ford das Auto bereits jetzt, Bestellungen werden seit einigen Tagen angenommen. Wer sich dazu entschließt, bis zum 30. September einen Kaufvertrag zu unterschreiben, kann zudem ein "Schnellstarter-Paket" ordern. Es umfasst eine CD-Musikanlage, Einparkhilfe, Windschott, Alarmanlage mit Innenraumüberwachung und eine Mobiltelefonvorbereitung mit Bluetooth-Schnittstelle. In Kombination kosten diese Extras 1300 Euro Aufpreis. Nach Auskunft von Ford bedeutet dies gegenüber den einzelnen Extras eine Ersparnis von 955 Euro.
Entwickelt wurde das Auto zusammen mit der italienischen Karosseriefirma Pininfarina. Dort lässt Ford auch die Modelle mit Klappdach fertigen - denn für einen Großserienhersteller bedeuten Autos dieser Art doch vergleichsweise beschauliche Stückzahlen.