Ford Focus Täglich 100 Autos mehr
Im Drei-Schicht-Betrieb erhöhen die 6800 Ford-Mitarbeiter die Produktion von 1880 auf 1980 Neuwagen täglich. Grund dafür sei die starke Nachfrage nach dem Ford Focus und der sportlichen Variante ST 170 vor allem aus dem Ausland, erklärte Ford-Direktor Hans Schardt gegenüber der "Financial Times Deutschland". Er habe keinen Zweifel, das erhöhte Produktionsvolumen absetzen zu können. Der vor allem im saarländischen Saarlouis hergestellte Ford Focus wird seit Anfang August auch nach Australien geliefert.
Trotz der erschwerten Konjunkturlage kann Ford das Wachstum in Europa fortsetzten. "77 Prozent unserer Fertigung gehen in den Export", so Hans Schardt, verantwortlich für die Fahrzeugproduktion in Europa, weiter. Die Focus-Nachfrage ist stabil: In den USA war der Focus 2000 und 2001 mit zuletzt 917.000 das meistgebaute Auto. Knapp die Hälfte davon wurde in Saarlouis hergestellt.
Das Fordwerk in Saarlouis ist in Deutschland der produktivste Fahrzeughersteller. Innerhalb Europas steht das Werk auf Platz zwei. Nur Nissan im britischen Sunderland stellt pro Mitarbeiter und Jahr mehr Autos her. Mit einer gleichbleibenden Zahl an Mitarbeitern und vermehrter Focus-Produktion möchte Hans Schardt die Position des Unternehmens weiter festigen: "Weniger Stillzeiten sowie jüngste Investitionen in die Fertigung machen den höheren Ausstoß bei gleicher Mitarbeiterzahl möglich", meint der Ford-Direktor. Aber auch neue Investitionen sind bereits geplant: Das "Multi Activity Vehicle", ein Minivan auf Basis des Focus, soll in Saarlouis entstehen.
Die Fahrzeugproduktion in Saarlouis gilt bei Ford, dem zweitgrößten Autohersteller der Welt, als Musterwerk. Am 26. August soll Bundespräsident Rau das Werk besuchen.