Ford MA Da jauchzt der Designer
Los Angeles - Anlass des Debüts von Fords jüngstem Konzeptauto war die besagte Ausstellungseröffnung, die sich dem Autodesign von Jay Mays widmet. Mister Mays ist im Hauptberuf Design-Vorstand der Ford Motor Company und in dieser Funktion verantwortlich für Retro-Modelle wie den neuen Thunderbird, das Konzeptauto Forty-Nine oder den künftigen Supersportwagen GT.
Mit diesen Fahrzeugen aber hat das jetzt vorgestellte Vehikel außer den vier Rädern kaum etwas gemeinsam. Der Name MA des Autos beziehe sich auf die "asiatische Philosophie des Zwischenraums", die unter anderem davon ausgehe, dass "zwei unterschiedliche Konzepte in einem fruchtbaren Verhältnis zueinander" stehen können, wird in der Ford-Handreichung zum Auto erläutert. Der MA also, so heißt es bei Ford weiter, solle den Raum zwischen "Emotion und Ratio, zwischen Kunst und Wissenschaft" ausfüllen.
"Retrofuturismus": Der Ford MA soll ein Hobby werden
Ford MA: Zusammenhalt durch 364 Titanzapfen
Ford MA: "Asiatische Philosophie des Zwischenraums"
Ford MA: Nur sehr wenig Teile lackiert
Bambus, Aluminium und Kohlefaser: Materialien für den Ford MA
Ford MA: Und am Ende kann man sogar damit fahren
Designer Mays glaubt, dass seine Kreation "ästhetische Ideen zeige, die
im Automobilbau der Zukunft wiederkehren könnten". Der MA ist komplett
am Computer entstanden. Exotisch wie sein Aussehen ist auch der
Materialmix des Fahrzeugs: Bambus, Aluminium und Kohlefaser. Es gibt
keinen einzigen Schweißpunkt am Auto, stattdessen wird es durch 364
Titanzapfen zusammengehalten.
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Der Umweltaspekt, so Mays, habe bei der Entwicklung des MA eine große Rolle gespielt. So ist das Modell zu 96 Prozent recycelbar. Nur sehr wenige Teile sind lackiert, und es gibt keine Hydraulikflüssigkeiten oder andere Adhäsive. Angetrieben wird der Wagen von einem Elektromotor, der keine Abgase produziert. Es gibt allerdings die Möglichkeit, den MA mit einem kleinen Benziner auszustatten, um flottere Fahrleistungen zu erzielen.
Ford möchte den MA tatsächlich anbieten. Allerdings nicht als fertiges Auto, sondern als Bausatz mit mehr als 500 Einzelteilen, die der Kunde dann in Heimarbeit zusammenfügen muss. Als Zielgruppe haben sich die Ford-Manager junge Führerscheinbesitzer ausersehen, die einen günstigen, sparsamen, sportlichen Zweisitzer fahren wollen.
"Dieses Auto wird ein großes Hobby werden", sagt Mays voraus. "Man kann es in seiner Garage zusammensetzen, gemeinsam mit der Tochter oder dem Sohn." Und dann, wenn man alles richtig gemacht hat, kann man damit sogar fahren.