Ford Transit "Eilfrachter " in sechster Generation
Ganz früher, als Ford mit der Produktion eines Lieferwagens begann, hießen die Autos noch Eilfrachter, und das Modell der Kölner trug den Namen FK 1000. Später gesellte sich zum nüchternen Kürzel der Begriff "Transit" - und ab 1965 wurde nur noch dieser Name benutzt. Von den fünf bisherigen Transit-Generationen wurden seither mehr als fünf Millionen Exemplare gebaut. Am 25. April wird die sechste Auflage auf der Motorshow in Birmingham ihre Weltpremiere erleben. Ihr Auftrag: die Erfolgsstory fortschreiben und die europäische Spitzenposition unter den leichten Nutzfahrzeugen wieder zurückerobern. Denn 2001 beispielsweise erhielt der Transit noch den Titel "International Van of the Year".
Ford Transit: Nutzwert in neuem Design
Die auffälligste Veränderung am neuen Modell ist das Karosserie- und Innenraum-Design. Der Transit erhält - ähnlich wie die meisten anderen aktuellen Lieferwagen-Modelle - eine straffere Optik mit markanten senkrechten Linien und vertikal angeordneten "Doppelstock"-Scheinwerfern. Während außen so etwas wie neue Sachlichkeit angesagt ist, werden die Nutzfahrzeuge drinnen immer Pkw-ähnlicher. Der Schalthebel sieht nun aus wie ein Joystick und wurde ins Armaturenbrett verpflanzt, die übrigen Bedienelemente könnten fast ebenso gut in einen modernen Geländewagen eingebaut werden. Wohnlich soll der neue Transit sein - und repräsentativ.
"Viele Kunden haben uns gesagt, ihr Fahrzeug sei nicht nur Arbeitsgerät, sondern auch eine Visitenkarte ihres Unternehmens - müsse also nicht nur funktional und zuverlässig sein, sondern auch gut aussehen", sagt Barry Gale, der Chefentwickler des neuen Transit, der im Ford-Entwicklungszentrum im britischen Dunton die Fäden zog und den Wagen in seine jetzige Form brachte.
Lieferwagen aus der Rubrik "Wünsch' dir was"
Was den Transit stets auszeichnete - bisweilen waren mehr als 400 Varianten bestellbar - prägt auch das neue Modell: die Vielfalt möglichen Konfigurationen. Es gibt den künftigen Transit mit drei unterschiedlichen Radständen, als Kastenwagen mit flachem, mittlerem und hohem Dach, als Pritschenwagen mit Einzel- oder Doppelkabine, als Kombi sowie in diversen Bus-Variationen. Wenn man bedenkt, dass diese Details noch mit vier Ausstattungsvarianten und sieben Motoren kombiniert werden können, wird klar, dass es beim Transit-Kauf auch mal etwas länger dauern kann.
Zu den Motoren übrigens, die alle die Euro-4-Abgasnorm erfüllen, gibt es noch kaum Details. Angeboten werden ein Benziner und insgesamt sechs Dieselaggregate. Bei den Selbstzündern handelt es sich um Maschinen mit 2,2 oder 2,4 Liter Hubraum in jeweils drei Leistungsklassen. Der 2,2-Liter-Diesel ist ein komplett neuer Motor, den Ford gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern entwickelt hat. Zur Sicherheitsausstattung gehören stets ein Fahrerairbag, ABS, ESP und elektronische Bremskraftverteilung; Beifahrerairbag und Luftsäcke an den Seiten sind optional verfügbar. Über die Preise des neuen Transit wird bei Ford derzeit noch nicht gesprochen - aber heftig kalkulieren werden sie gewiss.