Fusionsfieber: "Endspiel der Autoindustrie" - DER SPIEGEL
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Fusionsfieber "Endspiel der Autoindustrie"

Welcher der großen unabhängigen Fahrzeughersteller wird das Fusionsfieber in der Autobranche überstehen? Nur sieben oder acht werden am Ende übrig bleiben, glaubt DaimlerChrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Esslingen - Trotz des zunehmenden Konzentrationsprozesses würde jedoch die Marken- und Produktvielfalt erhalten bleiben, erklärte der im Vorstand der DaimlerChrysler AG für die Marken Mercedes-Benz und Smart zuständige Automanager am Donnerstagabend auf dem Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Esslingen. "Der Gewinner ist der Kunde, dessen Ansprüche zunehmen werden", sagte Hubbert.

Hubbert zufolge gibt es heute noch 16 Automobilproduzenten. Bei dem "Endspiel in der Autoindustrie" sind nach Ansicht des Mercedes-Chefs aber nur sechs Teams "gesetzt", die den Konzentrationsprozess überleben könnten. Dazu zählt Hubbert General Motors, Ford, DaimlerChrysler, VW, Toyota und Renault-Nissan. "Die können die nächste Runde erreichen", sagte Hubbert. Wer von den anderen Herstellern übrig bleibe und wie sich der Konzentrationsprozess entwickele, wisse er nicht.

Auf dem weltweiten Pkw-Markt werde es auch künftig noch Wachstum geben, sagte Hubbert. Dieses finde aber vor allem in Asien, Lateinamerika und hoffentlich auch in Osteuropa statt. Hubbert hatte erst kürzlich auf der Detroit Motor Show erklärt, dass DaimlerChrysler vor allem auch für diese Märkte, auf denen man nicht unbedingt Mercedes-Fahrzeuge verkaufen könne, an die Erweiterung seiner Kleinwagenmodelle denkt.

DaimlerChrysler verhandelt selber für die Weiterentwicklung seines Kleinwagengeschäfts mit verschiedenen Fahrzeugherstellern, wobei die französische PSA-Gruppe, Fiat und Honda genannt wurden. Hubbert meinte, die in diesem Zusammenhang erwähnten Namen seien Spekulationen, die eine oder andere habe allerdings einen soliden Hintergrund.