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Verkehrsprognose zum Deutschlandspiel Stau auf dem Weg ins Achtelfinale

Taktikanweisung für Autofahrer: Wer pünktlich zum Deutschlandspiel zu Hause sein will, sollte früh genug los. Eine Studie zeigt, in welchen Städten die Straßen besonders verstopft sein werden.
Autokorso in Berlin: In Köln geht mehr die Post ab!
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Foto: Maja Hitij/ dpa
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Wäre der DFB so kreativ wie der US-Fußballverband, dann könnten wir uns diesen Artikel einfach sparen. In einem online abrufbaren Formular entschuldigt US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann alle Fußballfans, die heute während des Deutschland-USA-Spiels am Arbeitsplatz fehlen. Nach dem Motto: Go USA!

In Deutschland droht dagegen ein Stop-and-go: Millionen von Menschen werden ab dem späten Nachmittag quasi im Schweini-Galopp Schreibtische, Fließbänder und Verkaufstresen verlassen. Da muss man kein Prophet sein, um die Folgen abzuschätzen: Vor dem Anstoß stehen Autofahrer erst einmal im Stau. Die Studie stammt vom Technologieunternehmen Inrix, einem Anbieter von Verkehrsinformationen. Für die Untersuchungen hat Inrix den Autoverkehr in fünf deutschen Großstädten vor, während und nach dem Spiel analysiert.

So lauten die Vorhersagen:

  • Verkehr vor dem Spiel: Ab 16 Uhr wird es in deutschen Großstädten zäh auf der Straße. Zwischen 17 und 18 Uhr ist Geduld hinter dem Steuer gefragt, denn Deutschland befindet sich auf der Flucht: raus aus Büros und Fabriken, ran an den Fernseher. Für Hamburg prognostiziert der Verkehrsinformationsdienst Inrix etwa, dass 67 Prozent mehr Fahrzeuge unterwegs sein werden als an normalen Werktagen.

  • Verkehr während des Spiels: Leergefegte Straßen - es gibt sie noch. Pünktlich zum Anpfiff wird der Verkehr - wie könnte es auch anders sein - stark abnehmen und bis zum Spielende deutlich geringer sein als an Werktagen ohne Deutschlandspiel. In Düsseldorf und in Hamburg soll während der ersten Halbzeit der Verkehr immer noch dichter sein als normalerweise, weil es viele Autofahrer aufgrund ihrer festen Arbeitszeiten nicht pünktlich zum Spielbeginn schaffen. Spätestens mit Beginn der zweiten Halbzeit dürften dann alle am Ziel sein und die Straßen nahezu leer.

  • Verkehr nach dem Spiel: Die Münchner Schickeria feiert gerne - doch offenbar nicht im Autokorso. Während in Städten wie Köln, Hamburg oder Düsseldorf der Verkehr nach dem Spiel wieder zunimmt, lassen die Berliner und Münchner das Auto stehen und meiden Autokorsos, prognostiziert Inrix. Bis 22 Uhr sinkt das Verkehrsaufkommen in diesen beiden Städten sogar unter das übliche Level - und noch etwas weiter als während des Spiels.

Für die Studie haben die Verkehrsexperten das Fahrzeugaufkommen beim Deutschland-Portugal-Spiel am Montag, 16. Juni mit einem normalen Montag im selben Monat verglichen und dieses auf den heutigen Donnerstag projiziert.

Wie viele Daten Inrix in Deutschland tatsächlich ausgewertet hat, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Nur soviel: In der EU nutzen 17 Millionen Fahrzeuge die Verkehrsinformationen von Inrix - etwa über eingebaute Navigationssysteme oder Apps. Nach Angaben des Technologieunternehmens ist das Verkehrsaufkommen an den Werktagen Montag und Donnerstag vergleichbar.

mhu