Gaisbergrennen Hauch von Monaco
Am kommenden Donnerstag, in katholischen Gegenden wird da das Fest Fronleichnam gefeiert, wird die Salzburger Altstadt vom Motorenlärm erzittern. Allerdings herrscht auf dem Kurs auf beiden Seiten der Salzach - das ist der wesentliche Unterschied zum Formel-1-Spektakel in Monaco - ein striktes Tempolimit von 50 km/h. Den 130 Startern in ihren historischen Automobilen wird das ganz recht sein, denn wer möchte schon sein gehätscheltes Gefährt an einer Altstadtmauer zerbeulen.
Gaisbergrennen: Hauch von Monaco
Im Zuge des stetig wachsenden Zuschauerinteresses an Oldtimer-Veranstaltungen wie der Mille Miglia oder der Silvretta Alpenfahrt beschloss auch der Salzburg Rallye Club vor zwei Jahren die Wiederbelebung eines Rennklassikers. Das Gaisbergrennen wurde erstmals im September 1929 ausgetragen, auf der damals neu erbauten Straße auf Salzburgs Hausberg ausgetragen. 20.000 Besucher säumten damals die Serpentinenstraße zur so genannten Gaisbergspitz hinauf. Unter den 83 Teilnehmern waren auch die damaligen Autorenn-Stars Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch und Hans Stuck.
Bis 1969 zählte das Rennen zur Bergeuropameisterschaft, auf den Gaisberg preschten Rennfahrerlegenden wie Luigi Fagioli, Wolfgang Berghe von Trips, Jochen Rindt, Rolf Stommelen und Niki Lauda, Inzwischen sind weniger die Fahrer, als vielmehr die gemeldeten Autos die Stars der Veranstaltung. Im Fahrerlager am Schloss Hellbrunn, auf dem Stadtkurs, tags darauf auf der Gaisberg-Strecke und schließlich am Samstag auf dem Salzburgring sind Dutzende automobiler Preziosen zu sehen.
In den Starterlisten zu den diversen Gleichmäßigkeitsprüfungen stehen unter anderem ein Alfa Romeo Gran Prix aus dem Jahr 1932, ein Porsche 910, ein Aston Martin DB 3 von 1953, ein Ferrari Barchetta Jahrgang 1952, Bugatti-Boliden der Baujahre 1930 und 1939, ein Porsche 718 RSK und ein Mercedes SSK aus dem Gaisberg-Premieren-Jahr 1929.