Gaspedale Bitte treten Sie zu!
Das Gaspedal ist ein "Steuerungselement eines Kraftfahrzeuges, mit dem die Motorleistung geregelt werden kann". So lautet die nüchterne Erklärung in den einschlägigen Handbüchern über Autotechnik. Und man könnte es dabei bewenden lassen; Gaspedale tauchten schon in der Frühzeit des Automobils auf und haben sich seit mehr als einem Jahrhundert bewährt. Man sagt einfach Gaspedal, ob es sich nun um ein Auto mit Otto- oder Dieselmotor handelt, um ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug - und in Zukunft wird man auch die Trittfläche, mit der ein Brennstoffzellenmobil beschleunigt oder verlangsamt wird, Gaspedal nennen.
Sportlich ambitionierte Fahrer achten darauf, ob das Gaspedal stehend oder hängend angebracht ist. Hängende, also von oben in den Fußraum ragende Pedale, gelten als Lösung für Ottos Normalverbrauchers Auto. Sportliche Wagen oder solche, die dafür gehalten werden wollen, treten mit stehenden Gaspedalen an (zum Beispiel der neue VW Golf).
Obwohl die Form der Pedale selbst nur bedingt variiert werden kann (siehe Fotos), läuft die Entwicklung der Impulsübertragungstechnik auf Hochtouren. Bei modernen Autos etwa gibt es keine direkte mechanische Verbindung zwischen Gaspedal und Motortechnik mehr, stattdessen wird die Fußkraft per elektrischem Impuls übertragen (sogenanntes E-Gas).
Ganz neu sind sogenannte aktive Gaspedale mit "Force Feedback"-System. Grob gesagt funktioniert das so: Sensoren erfassen die jeweilige Fahrsituation, ein Rechner ermittelt aus diesen Daten blitzschnell, wie hoch das gegenwärtige Gefahrenrisiko ist. Erscheint es dem Überwachungssystem ratsam, das Tempo zu reduzieren, erzeugt eine Elektromechanik am Gaspedal einen stärkeren Gegendruck. Der Fahrer spürt also unter seiner rechten Fußsohle, dass er besser nachgeben sollte. Manche Abstandshaltesystem arbeiten bereits mit dieser intuitiv vom Fahrer erfassbaren Sicherheitstechnik.