Gefährdete Kooperation Projekt iCar bereitet Probleme
Köln - Dem iCar droht ein jähes Ende, sofern es ihn je geben sollte. "Das Projekt wackelt", zitiert das Wirtschaftsmagazin "Capital" Unternehmenskreise ohne genauere Gründe zu nennen. Bei Volkswagen war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.
Ende August hatte VW Gespräche über eine Kooperation mit Apple bestätigt. Ein VW-Sprecher erklärte damals, es gebe "eine Menge Ideen", aber keinerlei konkrete Pläne. VW-Chef Martin Winterkorn und Apple-Chef Steve Jobs sollen sich persönlich zu Verhandlungen getroffen haben.
Die Bekanntgabe der iCar-Projekts hatte seinerzeit für Skepsis gesorgt. Experten merkten an, dass die frühzeitige Bekanntgabe von Entwicklungsplänen Apples gängiger Kommunikationsstrategie komplett zuwiderlaufe. Der kalifornische Konzern sei dafür bekannt, dass er Spekulationen über zukünftige Produkte nie kommentiere und potenzielle Kooperationspartner für frühzeitige Bekanntgaben normalerweise abwatsche.
Ein mit Apple-Produkten aufgerüsteter Kompaktwagen - von welcher Marke auch immer - würde nach Markteinschätzungen von Experten insbesondere bei jüngeren Zielgruppen auf großes Interesse stoßen. Andererseits gibt es bereits heute etliche Automodelle mit iPod-Adaptern. VW ist mit seiner iCar-Idee offenbar nicht allein: Laut "Capital" gingen auch andere Autobauer auf Apple zu.
Auch Apples Rivale Microsoft arbeitet seit längerem mit Autoherstellern zusammen. Mit Fiat hat der Software-Konzern ein Abkommen für den Bereich Telematik geschlossen. Mit Ford arbeitet Microsoft laut Zeitungsberichten an einem vernetzten Auto, das alle Geräte vom Handy bis zum MP3-Spieler miteinander verbindet.
Unlängst schloss Microsoft eine Vereinbarung mit dem gerade von Continental übernommenen Autozulieferer Siemens VDO über die Entwicklung von Kommunikations-, Unterhaltungs- und Navigationsgeräten.
ssu/AP/dpa-AFX