Gesundheit Lebensgefahr durch Airbag-Klau
Wie die in Berlin erscheinende Zeitschrift "Auto/Straßenverkehr" berichtet, werden geklaute Airbags von dubiosen Händlern und Werkstätten in reparierte Unfallwagen eingebaut. Sie sparen dadurch 2000 bis 3000 Mark. Da meist die dazugehörige Steuerelektronik fehle, könne der Airbag bei einem Unfall nicht auslösen.
Für Laien sind solche Manipulationen dem Bericht zufolge kaum zu erkennen. Der einzig sichere Weg ist es, den Wagen bei einem Vertragshändler überprüfen zu lassen. Dort kann festgestellt werden, ob der Airbag im Gebrauchtwagen aus einem anderen Fahrzeug stammt.
Lebensgefährlich ist es, einen gestohlenen Airbag für 1000 bis 1500 Mark über dunkle Kanäle zu besorgen und ihn dann selbst einzubauen. Laut "Auto/Straßenverkehr" befindet sich im Inneren des Airbags eine hochexplosive Mischung aus Festtreibstoff und Schwarzpulver. Ein falscher Handgriff kann zur Explosion führen - auch nach dem Einbau beim Fahren. Insgesamt soll die "Airbag-Mafia" seit 1998 in Deutschland rund 6000 Airbags entwendet haben - Profis benötigen dafür nur eine Minute.