Griff ans Auto: Der erste Kontakt - DER SPIEGEL
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Griff ans Auto Der erste Kontakt

Türgriffe gibt es in allerlei Farben und Formen. In erster Linie sollen sie Zugang zum Fahrzeug gewähren. Aber sie sind auch Design-Objekte und bergen mitunter komplexe Elektronik. SPIEGEL ONLINE hat sich Türgriffe, die beim Autosalon in Paris zu sehen waren, herausgegriffen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der erste Kontakt mit einem Auto ist der mit dem Türaußengriff. Über ihn werden die Schlösser des Fahrzeuges entriegelt, und der Fahrer gelangt in den Innenraum. Allerdings ist ein moderner Türgriff viel mehr als ein Öffner und viel mehr als ein einfacher Griff, an dem gezogen wird. Er ist ein Designelement, das mal als Bügel- oder Klappgriff, als Drehgriff oder auch mal als versteckter Griff gestaltet ist. Bei teuren Autos tragen Türgriffe Chrom, bei billigen sind sie einheitlich schwarz. Türgriffe können aber auch Träger von komplexer Elektronik sein. Denn mitunter sind in ihnen Platinen, Leitungen oder Sensoren verborgen, die zusammen ein "passives Zugangsberechtigungssystem" bilden, das das Auto automatisch entriegelt - sofern jemand mit Zugangsberechtigung sich nähert.

Der Automobil-Zulieferer Huf aus Velbert hat nach eigenen Angaben dieses System vor sieben Jahren zusammen mit DaimlerChrysler erstmals vorgestellt. Der Autoschlüssel fungiert dabei - wie sonst auch - als Zugangsberechtigung. Allerdings muss er nicht ins Schloss gesteckt werden, sondern sendet einen verschlüsselten Code ans Schließsystem. Wird anschließend der Türgriff berührt, wird das Fahrzeug entriegelt und es läßt sich öffnen und starten. Zur Zeit entwickelt Huf einen Design-Türgriff, der in Ruheposition völlig eben in der Tür versenkt ist. Sobald der Fahrer per Sensorik - wie oben beschrieben - identifiziert wurde, schwenkt eine Klappe nach innen und gibt den Griff frei. Gleichzeitig wird das Fahrzeug entriegelt und die Beleuchtung aktiviert. "Das System könnte ab 2009 in Serie gehen", sagt Ulrich Müller, Leiter der Produktentwicklung bei Huf.

Momentan liegen jedoch noch die klassischen Bügelgriffe im Trend. Vor allem bei SUVs wären andere Griffformen, wie zum Beispiel Klappgriffe, auf Grund der Fahrzeughöhe unpraktisch. Auch bei Limousinen ist der traditionelle Bügelgriff die erste Wahl. Bei Coupés, Cabrios und Sportwagen dagegen wünschen sich Designer und Kunden meist eine durchgehende Linieführung. Deshalb kommen bei diesen Fahrzeugtypen häufig versenkte Bügelgriffe (z.B. bei Porsche) oder Klappgriffe zum Einsatz. Alle Griffformen aber haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind extrem widerstandsfähig. Das dient einerseits dem Diebstahlschutz. Andererseits gewährleistet es, dass die Mechanik auch bei harten Karambolagen nicht versagt und sich die Türen ungewollt öffnen.

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