Highend-Fahrrad Der Zweirad-Propeller
Dunkelgrau und Orange sind die dominierenden Farben dieses Fahrrads, und man sieht auf den ersten Blick, dass es sich hier um ein Bike von der sehr teuren Sorte handelt. Der Blick auf die wie Flugzeugpropeller geformten Speichen der Laufräder sagt dem Kundigen, dass er es hier mit einem Produkt aus dem Hause Spyker zu tun hat. Denn die Sportwagenbauer aus Holland haben einen Flugzeugpropeller als Logo auserkoren - und wählen das gleiche Design für die Räder ihrer Autos.
Das Fahrrad namens Aeroblade wurde in diesen Tagen auf der "Miljonair Fair" in Amsterdam vorgestellt. Das war zweifellos ein geeigneter Ort, denn der Preis des Zweirads beträgt 10.500 Euro - die landesübliche Steuer noch gar nicht eingerechnet. Für diese Summe muss man etwas Außergewöhnliches erwarten, und die in Heerenveen beheimatete Nobel-Fahrradmarke Koga weiß das natürlich; sie hat das Bike in Zusammenarbeit mit Spyker entwickelt. Das Fahrrad wird von Hand gebaut, der Rahmen ist aus Titan, die Vorderradgabel aus Aluminium und die Laufräder und Schutzbleche aus Aluminium-überzogenem Carbon-Verbundmaterial. Feines "Hulshof"-Leder überzieht die Lenkergriffe und den Sattel, wer hier aufsitzt und in die Pedale tritt, wird seine Kraft via 14-Gang-Schaltung auf die Straße bringen.
Lediglich 50 Exemplare des knapp 13 Kilogramm schweren Fahrrads möchte Spyker bauen lassen. Ab Januar werden Bestellungen entgegengenommen, voraussichtlich im Mai dürfen die ersten Kunden ihr Aeroblade-Modell in Empfang nehmen. "Es gehört zu unserer Strategie, Partnerschaften mit anderen Topmarken einzugehen", begründet Spyker-Vorstandschef Victor Muller das neue Engagement auf dem Markt der Highend-Fahrräder. Der Mann wird wohl auch zu anderen Herstellern geschielt haben, denn ähnlich spektakuläre Fahrräder zu ebenfalls hohen Preisen haben auch Porsche, BMW, Audi oder Mercedes im Angebot.