IAA-Blog: Hightech hautnah bei VW - DER SPIEGEL
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IAA-Blog VW zeigt Hightech hautnah

Modeschau bei VW: Die Designerin Anouk Wipprecht zeigt ihre Kleider
Modeschau bei VW: Die Designerin Anouk Wipprecht zeigt ihre Kleider

Modeschau bei VW: Die Designerin Anouk Wipprecht zeigt ihre Kleider

Foto: Markus Bruhn
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei VW dauert vieles etwas länger, dann aber wird es umso konsequenter umgesetzt. Beispiel E-Mobiltät: Jahrelang ignorierten die Wolfsburger das Thema, auf der IAA stellen sie gleich zwei E-Autos vor. Und im Showteil des Messeauftritts gibt es sogar elektrische Mode zu sehen.

Die Kleider der holländischen Modedesignerin Anouk Wipprecht  leuchten, blitzen, rauchen, tropfen oder, das klingt schon nach Schlaraffenland, servieren der Trägerin sogar einen Cocktail. Klingt irre, und genau das ist die neue Kollektion Fashion-Tech der Modemacherin. Dreimal täglich wird Wipprechts Hightech-Mode auf dem VW-Stand gezeigt

VW unter Strom

VW unter Strom

Foto: Markus Bruhn

Es wirkt wie eine Mischung aus Science-Fiction und Zauber-Show, wenn die Models mit Wipprechts neuesten Kleidern über den Laufsteg auf dem VW-Messestand flanieren. Die Kreation Pseudomorphs ändert auf Wunsch ihre Farbe. Das Spider-Dress wiederum verfügt über sechs von Minimotoren bewegte Insektenbeine, die auf Schulterhöhe aus dem Gewand ragen.

Und dann gibt es noch Daredroid 2.0. Zu diesem Kleidungsstück gehören Getränketanks auf dem Rücken, etliche dünne Schläuche und ein Becherhalter inklusive Cocktailglas auf Brusthöhe. Gesteuert wird die tragbare Minibar über einen Touchscreen am Handgelenk. Man kann sich nun streiten, ob das Modell Daredroid 2.0 seine Trägerin wirklich schöner, eleganter und anmutiger erscheinen lässt, doch auf jeden Fall ist es das erste Cocktailkleid, das diesem Namen vollauf gerecht wird.

Dreimal am Tag zeigen die Model Wipprechts Kleider

Dreimal am Tag zeigen die Model Wipprechts Kleider

Foto: Markus Bruhn

Modedesignerin Wipprecht ist gelernte Elektrotechnikerin und sorgte mit ihren Hightech-Kleidung schon im Rahmenprogramm des Super Bowl und dem Eurovision Song Contest für Aufsehen. Doch Wipprecht geht es um mehr als nur einen Showeffekt, nämlich um die Beziehung des Menschen zu seiner Kleidung. "In der Gesellschaft von heute sind die Leute in ihrer persönlichen Blase gefangen", sagt Wipprecht. "Wenn man sieht, wie tragbare Elektronikgeräte verwendet werden, merkt man, dass die Fähigkeit verloren geht, Gefühle ausdrücken." Ihre Kleidung hingegen könne sowohl Gefühle vermitteln als auch die Interaktion zwischen den Menschen fördern.