Japan: Defekte Bremsen machen VW zu schaffen - DER SPIEGEL
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Japan Defekte Bremsen machen VW zu schaffen

Erst war es der Polo, jetzt bereitet auch noch der Golf den Wolfsburgern Sorgen: In Fernost muss Volkswagen mehr als 40.000 extra für den japanischen Markt hergestellte Wagen zurückrufen.
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Hamburg - Der Konzern hat nach eigenen Angaben 40.700 Autos der Modelle Golf und Polo in die Werkstätten beordert. Ein Konzernsprecher sagte am Mittwoch in Wolfsburg, von der Rückrufaktion seien 36.000 Golf und 4.700 Polo betroffen.

Bei den im Wolfsburger Werk speziell für Japan gebauten Golf-Modellen seien Probleme an der Bremskraftverstärkung aufgetreten. In dem Leitungssystem sei ein Verschleiß festgestellt worden, der dazu führen könne, dass die Bremshilfe ausfalle.

Der VW-Sprecher widersprach Angaben der Volkswagen-Tochter in Japan, wonach sogar knapp 44.000 Autos zurückgerufen wurden. Ein Sprecher der Volkswagen Group Japan hatte zuvor diese Zahl genannt. Zudem müssten nach Auskunft der Japaner knapp 5000 Audi A3 wegen ähnlicher Probleme zurück in die Werkstatt.

Bei den betroffenen Fahrzeugen handele es sich, so VW, um Autos, die zwischen dem 1. August 1996 und dem 2. August 2000 importiert worden seien. Zudem seien nur Fahrzeuge betroffen, die für Rechtsverkehr ausgelegt seien. Über die Kosten wurden keine Angaben gemacht.

Bei dem im spanischen Pamplona für den japanischen Markt hergestellten Polo gibt es den Angaben des Konzernsprechers zufolge ein Problem mit dem elektronischen Gaspedal. Ein Kabel könne an dem Pedal verklemmen und dessen Stellung blockieren. Um dies auszuschließen, seien auch diese Autos in die Werkstatt gerufen worden.

Erst vor drei Monaten hatten Defekte an den Bremskraftverstärkern Volkswagen dazu gezwungen, in Japan mehr als 47.000 Modelle vom Typ Polo zurückzurufen.