Kfz-Versicherung: Um Klassen teurer
Kfz-Versicherung 2015 Viele Autos rutschen in neue Typklassen
Hamburg - Im kommenden Jahr müssen sich rund ein Viertel aller Autofahrer auf neue Versicherungsbeiträge einstellen. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ändern sich die Typenklassen in der Kfz-Haftpflicht für 26 Prozent aller in Deutschland zugelassen Fahrzeuge.
- Für knapp 14 Prozent verschlechtert sich die Klasse, das heißt, sie werden hochgestuft. Halter eines hochgestuften Wagens zahlen in der Regel mehr.
- Für rund zwölf Prozent verbessert sich die Klasse. Die Einordnung in eine niedrigere Typklasse bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass auch der Versicherungsbeitrag sinkt, da sie für Kfz-Versicherer nicht verbindlich ist und noch weitere sogenannte Tarifmerkmale für die Berechnung eine Rolle spielen - beispielsweise in welcher Region das Auto normalerweise bewegt wird und ob und wie lange der Versicherungsnehmer unfallfrei gefahren ist.
Die Typklassen spiegeln die Schaden- und Unfallbilanzen der rund 25.000 verschiedenen Automodellvarianten in Deutschland wider. Wurden mit einem Fahrzeugtyp vergleichsweise weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und entschädigt, wird das Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft - und umgekehrt.
Die Typklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung wird laut dem GDV vorrangig von der Fahrzeugart und der Fahrweise der Nutzer beeinflusst. In der Kaskoversicherung werden neben Verkehrsunfällen auch Autodiebstähle, Fahrzeugbrände oder Glasschäden bei der Einstufung berücksichtigt. In der Haftpflicht gibt es 16 Typklassen (10 bis 25). In der Teilkasko sind es 24 Klassen (10 bis 33) und in der Vollkasko 25 (10 bis 34).
Für diese beispielhaft ausgewählten Modelle ändert sich die Einstufung der Typenklasse um mehrere Stufen.