Kooperation mit BMW: Saab wird weiß-blau - DER SPIEGEL
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Kooperation mit BMW Saab wird weiß-blau

Die schwedische Kultmarke Saab hat möglicherweise einen Kooperationspartner gefunden: Das Unternehmen könnte von BMW Motoren, Getriebe und andere Teile erhalten. Mit der Technik aus München dürften zunächst die geplanten Modelle 9-2 und 9-4X bestückt werden.
Saab 9-5: Die Motoren der Schweden kommen künftig aus Deutschland.
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Saab-Designer Jason Castriota: Neue alte Formen

Amsterdam/München - Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen geht der Autobauer BMW eine weitere Partnerschaft ein: Die Münchner verhandeln mit der schwedischen Traditionsmarke Saab über die Lieferung von Teilen, wie beide Seiten am Montag bestätigten. Details wollte weder BMW noch die niederländische Saab-Mutter Spyker nennen.

Branchenkreisen zufolge ist geplant, dass BMW künftig Motoren für Saab liefert. Die Schweden haben für Mittwoch zu einer Pressekonferenz in Stockholm eingeladen, bei der die Einzelheiten präsentiert werden sollen. Über eine Partnerschaft der beiden Autohersteller war seit Monaten spekuliert worden.

Im Sommer wurde gemutmaßt, BMW könnte Motoren und Getriebe für die neue Variante des Saab 9-2 liefern, einem Kleinwagen auf der Plattform des populären Mini aus dem Hause des Münchner Konzerns sowie Dieselmotoren für den neuen Saab-Geländewagen 9-4X.

BMW hatte sich im Zuge einer strategischen Neuausrichtung 2007 entschlossen, Kooperationen einzugehen und auch eigene Motoren an Dritte zu liefern. Beides galt im Unternehmen zuvor als verpönt. Vorstandschef Norbert Reithofer setzt allerdings auf neue Wege, um Kosten zu sparen, zusätzliche Einnahmen zu generieren und so die Eigenständigkeit des - im Vergleich zu anderen Autobauern - kleinen Premiumherstellers zu sichern.

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Foto: Spyker Cars

Eine Motorenpartnerschaft mit PSA Peugeot Citroën wird derzeit ausgeweitet. Mit dem US-Spezialhersteller Carbon Motors schlossen die Münchner einen Vertrag über die Lieferung von 240.000 Dieselmotoren für Polizeiautos. Die Einkaufskooperation mit dem Stuttgarter Oberklasse-Rivalen Daimler wird ausgeweitet.

Saab war Anfang des Jahres von der niederländischen Luxusautoschmiede Spyker vor dem Aus bewahrt worden. Die Niederländer kauften den schwedischen Traditionshersteller für 400 Millionen Dollar vom gebeutelten US-Konzern General Motors. Sie wollen den Absatz der Marke Saab bis 2012 auf 85.000 Fahrzeuge verdoppeln.

hil/Reuters

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