Kraftstoffpreise: Bitte nicht zu billig - DER SPIEGEL
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Kraftstoffpreise Bitte nicht zu billig

Mehrere Mineralölkonzerne haben ihren Tankstellen am Dienstag Mindestpreise verordnet. Begründet wird der Schritt mit dem harten Wettbewerb im Tankstellenmarkt.
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Hamburg - Die Preise seien eingeführt worden, um die "hohen Verluste pro Liter" zu begrenzen, sagte eine Sprecherin der Deutsche BP AG in Hamburg.

Seit März liefern sich die Unternehmen einen erbitterten Preiskampf und haben dadurch bereits Milliarden eingebüßt. Bei BP kostet Normalbenzin durchschnittlich 1,99 Mark, bei Aral und RWE-Dea zwei Mark. Der Preis für Superbenzin liegt fünf Pfennig, der für Super plus zehn Pfennig über dem Preis für Normalbenzin.

Der Dieselpreis zog bei RWE-Dea und Aral um fünf Pfennig auf den Mindestpreis von 1,73 Mark an. Tankstellen, die bisher unter den nun festgesetzten Preisen verkauften, müssen ihre Preise anheben.

Die Einführung von Mindestpreisen sowie die Anhebung beim Diesel- Kraftstoff wurde auch mit den hohen Rohölpreisen sowie gestiegenen Produktpreisen begründet. So habe der Preis pro Tonne Gasöl überdurchschnittlich zugelegt, sagte ein Aral-Sprecher. Die Erhöhung beim Diesel-Kraftstoff bleibe weit unter der Kostendeckung, ergänzte er.

Beim Rohöl hatten die Sorten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) einen Preissprung gemacht. Ein Barrel (159 Liter) OPEC-Öl habe am Montag im Schnitt 32,29 Dollar gegenüber 31,07 Dollar am Freitag zuvor gekostet, berichtete das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien. Dem Kartell war es trotz einer Förderanhebung um zwei Millionen Barrel am Tag nicht gelungen, den Preis innerhalb des angestrebten Bandes von 22 bis 28 Dollar zu halten.