Lancia-Studie: Alles fließt - DER SPIEGEL
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Lancia-Studie Alles fließt

Auf der Motorshow in Bologna hat die feine Fiat-Marke Lancia die Studie "Granturismo" enthüllt. Das Auto ist mehr als nur eine Spielerei begabter Designer, denn einige Elemente werden in künftigen Lancia-Modellen wiederkehren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der "Granturismo Lancia" wird als "viertüriges Coupé" angepriesen, was natürlich Blödsinn ist, denn Coupés haben per Definition nur zwei Türen. Dennoch steckt in dem Oxymoron ein gewisser Sinn, denn in jüngster Zeit häufen sich Autokreationen, bei denen die Designer klassische Karosserieformen munter miteinander kreuzen. Im Falle der Lancia-Studie fällt auf, dass erneut ein Hersteller, der Oberklasse-Anspruch erhebt, mit einem geräumigen, Kombi-ähnlichen Fahrzeug auf sich aufmerksam macht.

Damit reiht sich die Studie, an der Lancia-Chefdesigner Flavio Manzoni, das Turiner Ingenieurbüro Carcerano und die Carrozzeria Maggiore aus Chivasso gemeinsam gearbeitet haben, ein in die Reihe anderer, eleganter Edel-Kombi-Projekte wie Audi Avantissimo oder Mercedes GST. Die fließenden Linien, das sportlich-straffe Gesamtbild und die Frontpartie mit dem allmählich sich herauskristallisierenden "Lancia-Gesicht" geben der bislang oft statischen Kombi-Form eine neue Art der Eleganz und der Frische.Übrigens: Lancia muss auch Geld verdienen, und das tun die Italiener vor allem mit ihrem Kleinwagen Y. Der kommt im nächsten Jahr neu auf den Markt und wird, das jedenfalls gab Lancia in Bologna bekannt, "einige Merkmale" der Granturismo-Studie tragen.