Lexus RX 350: 35 Plus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Lexus RX 350 35 Plus

Die Toyota-Edelmarke Lexus preist das Modell RX als "weltweit erfolgreichsten SUV im Premium-Segment". Der Wagen bekam nun einen neuen, um 35 Prozent stärkeren Motor und wechselte den Namen von RX 300 auf RX 350.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In keinem anderen Segment dreht sich die Aufrüstungsspirale so schnell wie bei den großen SUV-Typen. Nicht nur Audi Q7 oder Porsche Cayenne Turbo S trumpfen in Sachen Karosseriemaße und Leistungsentfaltung auf, auch etwas dezentere Modelle erhalten nun mehr Muskulatur unterm Blech - einer davon ist der RX 350 der Toyota-Luxusdivision Lexus. Wo bislang der RX 300 heimischen Fabrikaten wie BMW X5, Mercedes M-Klasse oder VW Touareg mit 204 PS starkem V6-Motor gegenübertrat, übernimmt jetzt der RX 350 mit einem 3,5-Liter-V6-Benziner und 276 PS.

Der Leistungszuwachs von 35 Prozent hebt den Lexus - was die Papierform betrifft - nun zum Beispiel auf das Niveau des Mercedes ML 350, dessen 3,5-Liter-V6-Aggregat 272 PS leistet. Das maximale Drehmoment des RX 350 geben die Japaner mit 342 Newtonmeter an, den Durchschnittsverbrauch mit 11,2 Liter je 100 Kilometer. Das ist enorm, zugleich aber in dieser Klasse üblich, die Konkurrenzmodelle konsumieren sogar einige Zehntelliter mehr, weshalb Lexus das neue Modell sogleich "zum wirtschaftlichsten Sechszylinder-Benziner unter den Premium-SUV" ausruft.

Neuer V6-Motor und überarbeitete Automatik

Das neue Aggregat der Japaner ist mit einer dualen variablen Ventilsteuerung ausgestattet. Diese Technik ermöglicht es, die Steuerzeiten sowohl der Einlass- als auch der Auslassventile stufenlos zu variieren. So könnten laut Lexus das Drehmoment sowie die Leistungsentwicklung gesteigert werden, der Schadstoffausstoß jedoch gesenkt. Mit dem neuen Motor setzt Lexus auch einen neue elektronische Steuerung für das Fünfgang-Automatikgetriebe ein, durch die die Schaltpausen verkürzt und die Gangwechsel noch geschmeidiger werden sollen.

Die Fahrleistungen des neuen Modells sind für ein knapp zwei Tonnen schweres Auto durchaus beeindruckend. In 7,8 Sekunden sprintet der Wagen aus dem Stand auf Tempo 100, und bei 200 km/h schiebt die Elektronik der weiteren Beschleunigung einen Riegel vor. Man muss die Raserei mit Fahrzeugen dieses Kalibers schließlich nicht übertreiben. Und mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 264 Gramm je Kilometer fährt man mit dem RX 350 aus ökologischer Sicht ohnehin im tiefroten Bereich.

Edelvariante mit Luftfederung und Kurvenlicht

Für die Top-Ausstattung "Executive Line", die 5050 Euro Aufpreis kostet, bieten die Japaner für weitere 1850 Euro extra eine Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung an. Wer diese Technik an Bord hat, kann den Wagen auf Knopfdruck um bis zu drei Zentimeter höher nach oben hieven - zum Beispiel vor einer Geländefahrt. Ab Tempo 100 dagegen senkt sich das Fahrwerk automatisch, und bei ausgeschalteter Zündung wird das niedrigste Nivau eingenommen, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern.

Die Sicherheitsausstattung des RX 350 umfasst sieben Airbags, wobei Luftsack Nummer sieben sich im Falle einer Karambolage vor den Knien des Fahrers entfalten würde. Dazu kommen ABS, ESP, Antriebsschlupfregelung und, in der Top-Ausstattung, auch dynamisches Kurvenlicht. Das Grundmodell des RX 350 bietet Lexus für 44.600 Euro an, allerdings ausschließlich in "onyxschwarz". Wer eine andere Lackfarbe wünscht - acht weitere werden angeboten - muss gleich einmal 800 Euro zuzahlen. Andererseits spricht Lexus nach eigenem Bekunden mit dem Auto vor allem Kunden an, die keine Neigung verspüren, "ihren Wohlstand nach außen zu demonstrieren". Schwarz geht also in Ordnung.

Mehr lesen über