Verkehrsministerium E-Lastwagen sollen von Lkw-Maut befreit werden
Lkw auf der A43 bei Dülmen, Nordrhein-Westfalen
Foto: Rolf Vennenbernd/ picture-alliance/ dpaBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will Elektrolastwagen ab dem kommenden Jahr von der Lkw-Maut befreien. "Dies ist ein großer Anreiz für Transportunternehmen, auf umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen", erklärte Scheuer gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Der Minister hatte das Programm zuvor bei der Klausurtagung in Meseberg vorgestellt, es soll den Einsatz von E-Lkw beschleunigen.
Derzeit würden nur wenige Betreiber von einer solchen Förderung profitieren: 12.000 strombetriebene Lastwagen fahren derzeit auf Deutschlands Straßen. Wie hoch die Ersparnis der Logistiker ausfällt, hängt unter anderem von der Schadstoffklasse und Achszahl des jeweiligen Lkw ab, nach denen sich die Maut derzeit bemisst. Pro Kilometer fallen zwischen 8,1 und 21,8 Cent an . Laut KBA betrug die durchschnittliche Fahrleistung von Lkw mit mehr als sechs Tonnen im Jahr 2016 knapp 38.000 Kilometer.
Für Lieferverkehr entscheidend
Ab Juli dieses Jahres wird die Lkw-Maut nicht nur auf 15.000 Autobahnkilometern erhoben, sondern auch auf 40.000 Kilometern Bundesstraßen. Dadurch werden selbst kürzere Strecken im Lieferverkehr mautpflichtig, auf denen die E-Lkw wegen ihrer geringeren Reichweite schon heute zum Einsatz kommen könnten.
Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Förderung des elektrischen Lieferverkehrs festgeschrieben. Unter anderem sollen gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge mit einer Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung bedacht werden.