Maserati Kubang "Ein richtiges Auto"
Erst seit April vergangenen Jahres können US-Kunden wieder einen fabrikneuen Maserati im eigenen Land kaufen. In den ersten neun Monaten ihrer Marktpräsenz setzte die italienische Marke bereits 900 Autos in Übersee ab - das ist angesichts von rund 3300 Verkäufen insgesamt im vergangenen Jahr ein gehöriger Batzen. Kein Wunder also, dass auf der noch laufenden Autoshow in Detroit eine Maserati-Studie steht, die wie maßgeschneidert wirkt auf die Wünsche der Kunden zwischen Boston und San Diego. Es handelt sich um einen SUV, jene Autogattung also, die seit einigen Jahren eine beispiellose Blüte erlebt, was auch Hersteller wie Mercedes (M-Klasse), BMW (X5), VW (Touareg) und Porsche (Cayenne) zum Einstieg in dieses Segment animierte.
Maserati Kubang heißt das Konzeptauto. Ein geschmeidig gestylter Viertürer mit flach abfallender Heckklappe und einer elegant gebogenen Frontpartie, in die schräg geschlitzte Scheinwerfer eingebettet sind. Im flachen Kühlergrill sitzt prominent der Dreizack, das Markenemblem der Italiener. Beobachter in Detroit vermerken, dass der Innenraum des Kubang zwar noch nicht gestaltet ist, dass aber sämtliche Maße und Proportionen des Konzeptfahrzeugs auf eine mögliche Realisation hin ausgeführt sind. Die Botschaft: Der Kubang ist kein bloßer Marketing-Gag, sondern ein ernst gemeinte Überlegung.
Das Design stammt von Giorgetto Giugiaro. Der Meister des Karosserie-Zuschnitts hatte offenbar Spaß an dem Auftrag, einen sportlichen Geländewagen zu entwerfen. "Bei den bislang als SUV angebotenen Autos handelt es sich ausnahmslos um zivilisierte Geländewagen, wir wollten ein richtiges Auto kreiren", sagt Giugiaro. Und er fügt an, dass er über das Design des Kubang "sehr glücklich" sei. "Ich freue mich, dass mir Maserati die Gelegenheit gab, ein neues Kapitel in einem Fahrzeugsegment zu beginnen, das unser Straßenbild in den vergangenen Jahren komplett verändert hat."
Ob auch der Kubang in der Zukunft zu diesem Straßenbild dazugehören wird, ist noch nicht entschieden. Fest steht, dass der Wagen auch auf dem Genfer Automobilsalon Anfang März stehen wird. Auch hier soll die Reaktion des Publikums registriert werden. Falls sich die Verantwortlichen bei Maserati für den Kubang entscheiden, könnte das Auto wohl frühestens im Jahr 2005 auf den Markt kommen.