Mastretta MXT Speedy Gonzales
Bislang erledigte die Firma Mastretta Design vor allem Fremdaufträge. Das 1987 in Mexiko City gegründete Unternehmen entwarf Busse und die dazugehörigen Haltestellen, Flaschen, Ölkanister und Autos. Zum Beispiel ein sportliches Coupé oder ein offenes Strandauto, beide auf Basis des VW New Beetle. Und für einen japanischen Kunden eine Kleinserie von Porsche Speedster Replicas, die ebenfalls auf verkürzten New-Beetle-Plattformen aufgebaut waren.
Inzwischen aber fühlte sich Mastretta Design bereit für eine Eigenentwicklung und startete das MXT Proyect. Dahinter verbirgt sich ein zweisitziger Mittelmotor-Sportwagen, der sich bereits im Prototypen-Teststadium befindet und auf der "International Mexico City Auto Show" im Dezember erstmals vorgestellt werden soll. Die Produktion soll dann im nächsten Frühjahr beginnen, und zwar bei Mastretta. Dort wird gerade eine Kleinserienfertigung aufgebaut, die ab dem kommenden Jahr 150 Autos per annum ausspucken soll.
Optisch erinnert das kompakte, gedrungene Auto ein wenig an die Sportwagen von Lotus. Der Mastretta MXT ist 3,90 Meter lang und nur 1,17 Meter hoch, duckt sich also flach auf die Straße. Die Kombination aus einem Aluminiumrahmen und einer Kunststoffkarosserie ergibt ein Leergewicht des kompletten Autos von glatt 1000 Kilogramm. Weil der Motor direkt quer hinter den beiden Sitzen angeordnet ist und das Fünfgang-Schaltgetriebe an der Hinterachse sitzt, ergibt sich eine leicht hecklastige Gewichtsverteilung, die Sportwagenfans erfreuen dürfte.
Als Antrieb des Autos ist ein 2,3 Liter großer Vierzylinder-Benziner vorgesehen, der 200 PS leistet. Die exakten Fahrdaten sind zwar noch nicht ermittelt, doch Mastretta gibt für die Standardbeschleunigung von 0 auf Tempo 100 einen Rahmen von "6 bis 7 Sekunden" an und spricht von einer Höchstgeschwindigkeit von zirka 230 km/h. Auch der Preis ist noch nicht abschließend kalkuliert, doch sollten Interessenten mit umgerechnet etwa 35.000 Euro planen.
jüp