Maybach-Museum: Luxuskarossen für alle - DER SPIEGEL
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Maybach-Museum Luxuskarossen für alle

Die Limousinen von Maybach gelten als Luxus pur. Doch was sind die heutigen Modelle schon gegen die legendären Oldtimer? Ein Privatmann in der Oberpfalz besitzt eine der größten Sammlungen der historischen Edelkarossen. Jetzt will er sie der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Nur noch rund 150 Exemplare der Maybach-Oldtimer gibt es weltweit, die meisten davon stehen in Europa und den USA. 15 der berühmten Autos besitzt der Kieferorthopäde Helmut Hofmann aus dem oberpfälzischen Neumarkt - ein Schatz von enormem Wert. Laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) will der Autonarr seine eigenen Nobelkarossen und acht weitere Exemplare nun in einem neugeschaffenen Museum der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Autos sollen in einer ehemaligen Fahrradfabrik in Neumarkt ausgestellt werden.

Noch steckt das Projekt allerdings in der Planungsphase. Zwar sei der Kaufvertrag über das Fabrikgebäude bereits abgeschlossen, sagte Gerhard Straubmeier vom Neumarkter Bauamt zu SPIEGEL ONLINE. Bislang sei aber noch kein Bauantrag eingereicht worden. Gegenüber der dpa hatte Privatsammler Hofmann, der heute nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war, allerdings versichert, das Gebäude solle nun renovieren werden.

Die alten Maybachs gelten Oldtimer-Freunden als ungefähr so sensationell wie Geigern eine Stradivari. Im Jahr 1922 rollte das erste Modell aus dem Werk in Friedrichshafen. Ingenieur Karl Maybach strebte mit seinen Wagen die Verbindung von technischer Perfektion und vollendeter Ästhetik an. Weil jedes Auto nach den individuellen Wünschen des späteren Besitzers gefertigt wurde, produzierte sein Unternehmen in 20 Jahren nur rund 1750 Einzelstücke.

Im Jahr 2002 hauchte DaimlerChrysler der Traditionsmarke neues Leben ein. Der Konzern bewirbt die Limousinen mit dem typischen Doppel-M auf dem Kühler als "Highend-Luxusautomobile mit höchstem Komfort und exzellentem handwerklichen Können". Kritiker verunglimpfen die ausladenden Modelle dagegen als zu groß, zu teuer und ungeeignet für den Stadtverkehr.

har