Mazda Ibuki: Energie atmen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mazda Ibuki Energie atmen

Bevor Mazda 1990 das Modell MX-5 auf den Markt brachte, war das Segment der kleinen Roadster praktisch tot. Das Auto aber löste einen Boom aus und gilt inzwischen laut Guinness-Buch als "erfolgreichster Roadster aller Zeiten". Nun denkt Mazda über einen Nachfolger nach.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf der Tokio Motor Show zeigt das Unternehmen erstmals das Konzeptauto Ibuki, bei dem schon auf den ersten Blick klar ist, dass dies der MX-5 der kommenden Generation sein wird. Offiziell teilt Madza lediglich mit, dass ein Entwicklungsteam "an der weiteren Perfektionierung des Roadster-Klassikers" arbeite. Doch man braucht nicht viel Phantasie, um sich den Ibuki mit einigen kleinen Retuschen als Serienauto vorzustellen.

Auch der Name deutet an, dass Mazda eine grundlegende Erneuerung des Sportcabriolets plant. Ibuki bedeutet im Japanischen so viel wie "neue Energie atmen" oder "Vitalität steigern". Obwohl das Design des Konzeptfahrzeugs eher rückwärts gewandt wirkt. Die Schlauchboot-Form ist noch konsequenter als beim Ur-MX-5 durchgehalten.

Die angedeuteten Scheinwerfer und Rücklichter zitieren ebenfalls das Original. Allein das schlichte, metallische Cockpit nimmt Anleihen bei Smart (die beiden aufgesetzten Rundinstrumente) und gefällt sich vor allem in geradliniger Coolness. Neu und überraschend ist die Idee, die durchgehende Mittelkonsole bis in die Motorhaube fortzuführen.

Angetrieben wird das Konzeptauto von einem Vierzylindermotor mit 1,6 Liter Hubraum. Das klingt vernünftig und beweist, dass aufregende Studien nicht zwangsläufig mit aberwitzigen Motorisierungen ausgestattet werden müssen, wie es manch anderer Hersteller für geboten hält. Die Position der Maschine nennt Mazda "mittelmotorähnlich", und zwar deshalb, weil es den Konstrukteuren gelang, das Aggregat 40 Zentimeter weiter hinten im Auto zu platzieren als beim aktuellen MX-5.

Der Trick: Die Klimaanlage wurde hinter den Sitzen installiert, um im Vorderwagen Platz zu schaffen. Als Resultat verspricht Mazda eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung auf beide Achsen, was dem Handling des Autos zugute kommen soll. Schön wär's, wenn diese Ideen auf dem Weg zur Serienreife nicht in Vergessenheit gerieten.