Mazda MX-Flexa: Nischen-Alarm - DER SPIEGEL
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Mazda MX-Flexa Nischen-Alarm

Eine neue Fahrzeugklasse dämmert herauf, nämlich jene der sechssitzigen Großraumautos, die aber auf keinen Fall aussehen wollen wie die bisherigen Großraumlimousinen. Mercedes preschte vor, nun zieht Mazda nach.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vor gut einem Jahr zeigte Mercedes erstmals ein sechssitziges Auto namens Grand Sports Tourer, kurz GST. Inzwischen ist klar, dass der Wagen gebaut wird, im nächsten Jahr wird er wohl seine Serienpremiere erleben, vermutlich unter dem Namen Mercedes R-Klasse. Prompt folgen andere Hersteller diesem Konzept.

Mazda etwa zeigt beim Genfer Salon (4. bis 14. März) erstmals ein Konzeptauto mit Namen MX-Flexa, das sechs Sitzplätze bietet und einen dank diverser Klappmechanismen variablen Innenraum. Dieser Wagen würde ebenfalls hervorragend ins neue Segment der schnittigen Großraumautos passen. Fließende Linien bestimmen die Karosserie, die viel weniger hoch aufragt als bei bisherigen Minivans. Dennoch wirkt das Auto bullig und geräumig, fast als habe man ein Coupé mit Pressluft aufgebläht.

Technisch basiert das Auto auf dem Kompaktmodell Mazda 3, auf dem auch der künftige Ford Focus aufbaut. Motorisiert ist der MX-Flexa mit einem 2,3-Liter-Benzinmotor, doch auf diese Details kommt es nicht so sehr an. Interessanter ist, dass die Automobilhersteller offenbar eine Marktlücke für sportlich geschnittene Mehrzweckmobile entdeckt haben, die sie jetzt zügig füllen möchten.

Von BMW darf man in dieser Kategorie wohl auch bald etwas erwarten. Zwar predigen die Münchner ausdauernd, dass das Wort Van in ihrem Unternehmen nicht existiere. Dennoch sind bereits Computerbilder von BMW-Großraumautos in Umlauf, die rasant-gedrungene Familienfahrzeuge zeigen.

Die neue Autoklasse soll das Platzangebot und die Variabilität von Vans und die optische Anmutung von sportlichen Limousinen oder gar Coupés miteinander kombinieren. Sie soll was hermachen, auf keinen Fall aber nach Familienausflug aussehen. Mercedes fährt vor, Mazda folgt bereits - und die anderen werden auch nicht mehr lange warten.