Mercedes-Benz SL 600 Rasanter Roadster
Galt bislang der SL 55 von Mercedes' Tuning-Tochter AMG mit V8-Kompressormotor und 476 PS (350 kW) als "stärkster Mercedes-Pkw aller Zeiten", so darf künftig der neue Power-Roadster dieses Etikett tragen. Denn unter der langen Haube arbeitet das von Mercedes entwickelte V12-Biturbo-Triebwerk, das auch schon im Maybach für Furore sorgte. Für den SL 600 wurde es allerdings ein wenig "abgespeckt". Hier entwickelt der Zwölfzylinder "nur" noch 368 kW/500 PS und 800 Newtonmeter maximales Drehmoment (Maybach: 550 PS, 900 Nm), das von 1800 bis 3600 Umdrehungen anliegt. Doch auch diese Leistungsdaten sorgen im Zweisitzer für souveräne Fahrleistungen. Aus dem Stand sprintet der SL 600 in 4,7 Sekunden auf 100 km/h, den Zwischenspurt von 60 auf 120 km/h absolviert er in 4,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird, wie bei allen Mercedes-Modellen, elektronisch auf 250 km/h begrenzt.
Zu erkennen ist der SL 600 an dezenten Chromapplikationen auf der Kühlermaske, silber lackierten Bremssätteln, V12-Emblemen auf dem seitlichen Lufteinlass, Bi-Xenon-Scheinwerfern sowie 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit exklusivem Felgendesign. An der Vorderachse sind 255er-, an der Hinterachse 285er-Reifen montiert. Auch der Innenraum protzt mit Luxus. Die Ausstattung basiert auf dem Niveau des SL 500 und wird durch gerafftes Leder, geprägte V12-Embleme an den Kopfstützen, weiche Fußmatten mit chromfarbenem Schriftzug sowie Holz-Leder-Lenkrad und einen Holz-Leder-Wählhebel des Automatikgetriebes ergänzt. Das integrierte COMAND-Bedienungssystem, CD-Wechsler und Soundsystem sind ebenso serienmäßig an Bord wie eine Einparkhilfe, das aktive Fahrwerk Active Body Control (ABC), die elektrohydraulische Bremse Sensotronic Brake Control (SBC) oder eine sensorgesteuerte Klimatisierungsautomatik.
Zu sehen ist das neue SL-Topmodell erstmalig auf der Detroit Motor Show im Januar 2003. Ab April soll der V12-Zweisitzer in Europa ausgeliefert werden. Die Preise stehen noch nicht fest.