Mercedes R 63 AMG: Ein Shuttle auf Speed - DER SPIEGEL
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Mercedes R 63 AMG Ein Shuttle auf Speed

Kaum steht die neue R-Klasse bei den Mercedes-Händlern, schieben die Stuttgarter schon das sportliche Topmodell der Baureihe hinterher. Auf der Chicago Auto Show debütiert in diesen Tagen der Sechssitzer mit Muskelpaketen von Mercedes-Haustuner AMG.
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Vor ein paar Monaten stand der Prototyp des von AMG aufgemöbelten Autos in der Frankfurter Festhalle - das war während der IAA, und das Publikum reagierte offenbar so, wie von Mercedes erhofft. Denn jetzt in Chicago stellen die Schwaben das Serienmodell R 63 AMG vor, das im Spätsommer in Nordamerika auf die Straßen kommen soll und kurz darauf auch hierzulande. Ab dann können sich bis zu sechs Passagiere in einem Automobil so hurtig fortbewegen, wie das bislang nicht möglich war.

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Mercedes R 63 AMG: Das rasende Sixpack

Die Kraft für den Vortrieb stellt ein neuer V8-Saugmotor mit 6,3 Liter Hubraum zur Verfügung. Das Aggregat leistet 510 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 630 Newtonmeter, das permanent an alle vier Räder geleitet wird, und zwar so, dass 40 Prozent an die Vorder- und 60 Prozent an die Hinterachse gelangen. In 5,0 Sekunden kann das Auto den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 schaffen, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Zur Serienausstattung des Familienwagens mit Hochleistungstechnik zählen Siebengang-Automatik sowie ein Sportfahrwerk mit Luftfederung. Als AMG-Modell erkennbar wird die R-Klasse durch abgedunkelte Rückleuchten, zwei verchromte Auspuff-Doppelendrohre, "6.3 AMG"-Schriftzüge auf den vorderen Kotflügeln und 265er-Breitreifen auf 20 Zoll großen Felgen. Wem das noch nicht auffällig genug ist, erhält erstmals bei Mercedes auch 21-Zoll-Leichtmetallräder für dieses Auto.

Weil der Hauptmarkt für die R-Klasse die USA sind, wird der Wagen im Mercedes-Werk in Tuscaloosa im US-Staat Alabama gebaut. Im Falle der AMG-Version werden der Motor und die anderen AMG-Extras - etwa die speziellen Nappaledersitze, die schwarzen Aluminiumdekors für den Innenraum oder die bulligeren Front- und Heckschürzen - aus dem AMG-Stammsitz in Affalterbach in die USA geliefert und dort montiert.

Direkt in Affalterbach dagegen entstehen die beiden überarbeiteten Sportversionen SL 55 AMG und SL 65 AMG. So wurde die Leistung des 5,5-Liter-V8-Kompressormotors von 500 auf 517 PS gesteigert und das Drehmoment von 700 auf 720 Newtonmeter. Beide Autos erhalten ein neues Interieur und ein renoviertes Styling. Ab März starte der Verkauf zu Preisen von 133.980 und 206.132 Euro.