Michelin Hy-Light Strom aufs Rad
Shanghai - Der Reifenhersteller Michelin präsentiert zur Challenge Bibendum zwei neue Konzeptfahrzeuge mit alternativen Antrieben. Wie das Unternehmen bei der Veranstaltung in Shanghai mitteilte, dienen beide Autos allerdings nur als Technologieträger. Eine Serienfertigung wird ausgeschlossen.
Am weitesten in die Zukunft weist laut Michelin der Hy-Light, der von zwei Elektromotoren in den Naben der Vorderräder angetrieben wird. Ihre Energie erhalten die zusammen 30 kW/41 PS starken Motoren von einer unter der Motorhaube montierten Brennstoffzelle, die mit Wasser- und Sauerstoff betrieben wird. Als Abgasprodukt entsteht somit nur Wasserdampf. Dazu gibt es eine große Batterie unter dem Kofferraumboden, in der überschüssige Bremsenergie gespeichert wird. Sie liefert als Anfahrhilfe kurzfristig bis zu 75 kW/102 PS. Einmal mit Wasserstoff voll getankt, fährt der Hy-Light 400 Kilometer weit.
Der Wagen beschleunigt laut Michelin in weniger als zwölf Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit gibt Michelin mit 130 Stundenkilometern und die Reichweite mit 400 Kilometern an. Weil die Motoren in den Rädern sehr kompakt und leicht sind, bringt der Hy-Light nur 850 Kilogramm auf die Waage. Gebaut wurde der viersitzige Prototyp in der Schweiz vom Michelin-Forschungszentrum in Givisiez und vom Paul Scherrer Institut in Villigen.
Optisch etwas gewagter, technisch aber nicht ganz so unkonventionell ist der Concept. Auch bei diesem Fahrzeug kommen laut Michelin die Radmotoren zum Einsatz, deren Strom aber in diesem Fall von einem sparsamen Dieselaggregat erzeugt wird. Dafür bekommt der Concept vier Motoren und wird damit zum Allradwagen.
Die Challenge Bibendum in Shanghai ist das weltweit größte Forum für alternative Fahrzeugantriebe. Nach Veranstalterangaben beteiligen sich daran rund hundert Unternehmen und Hochschulen mit mehr als 140 Fahrzeugen vom Zweirad bis zum Bus, darunter 87 Pkw.