Mille Miglia: Die Mamma aller Rennen - DER SPIEGEL
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Mille Miglia Die Mamma aller Rennen

Die klassischen 1600 Kilometer von Brescia nach Rom und zurück, die Mille Miglia, findet in diesem Jahr vom 17. bis 20. Mai zum 19. Mal als Veranstaltung für klassische Automobile statt. Knapp 400 historische Renn- und Sportwagen werden erwartet.
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Heute wird die legendäre Schleife von Brescia über San Marino, Rom, Siena, Florenz und wieder Brescia in drei Tagen als Gleichmäßigkeitsprüfung ausgetragen. Autobegeisterte sprechen vom "größten rollenden Museum der Welt", denn an den Start gehen dürfen nur Fahrzeuge, die in den Jahren der "echten" Mille Miglia zwischen 1927 und 1957 auf den Straßenkurs gegangen sind.

Der Rennklassiker, der schon damals als "Königin" unter den Straßenrennen gefeiert wurde, führte zu großen Teilen über unbefestigte Landstraßen. Insgesamt 24 Mal wurde das Rennen ausgetragen, ehe ein schwerer Unfall des Ferrari-Fahrers Alfonso de Portago der "Mille" ein Ende setzte. In den Siegerlisten finden sich elf Erfolge von Alfa Romeo, achtmal gewannen Ferrari-Autos. Das lag vor allem daran, dass der ehemalige Alfa-Rennleiter Enzo Ferrari nun mit seinen eigenen Fahrzeugen antrat. Zweimal gewann Mercedes, je einmal die Marken BMW, Lancia und OM.

Im ersten Jahr brauchte das Siegerteam übrigens gut 21 Stunden für die Strecke, die ersten Gewinner auf Mercedes SSKL, Carraciola und Sebastian, benötigten im Jahr 1931 nur noch 16 Stunden und 10 Minuten. Im letzten Mille-Jahr gewann Ferrari-Fahrer Taruffi auf einem 315 S in 10 Stunden und 27 Minuten.

Bei der Oldie-Fahrt Mitte Mai wird es dagegen weniger um absolute Schnelligkeit gehen, als um ein möglichst genaues Passieren bestimmter Zeitnahmepunkte. Es geht um möglichst gleichmäßiges Vorwärtskommen auf der Strecke. Und weil für die Zuschauer genug Zeit sein soll, die automobilen Preziosen aus 40 Nationen zu bewundern, ist die Veranstaltung auf drei Tage gestreckt.