Mini Cabrio: Doppelte Luke - DER SPIEGEL
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Mini Cabrio Doppelte Luke

Durch diverse Vorschauen geistert es ja schon lange, nun fährt es hochoffiziell vor - zunächst allerdings nur medial, in Wort und Bild. Parkend wird das neue Mini Cabrio dann beim Genfer Salon zu erleben sein, auf der Straße wohl erst im Juli.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

BMW, die Mutter der Marke Mini, beschwört in einer ersten Auskunft zum neuen Auto das "unvergessliche Open-Air-Feeling" im offenen Mini und preist den Viersitzer als "cleveres Gesamtkonzept mit hoher Funktionalität und optimaler Raumausnutzung". Fest steht: Im Mini Cabrio dürfen vier Insassen Platz nehmen, und der Kofferraum fasst bei geschlossenem Verdeck 165 Liter Gepäck, bei geöffnetem Dach noch 120 Liter. Falls sperrige Güter transportiert werden müssen, kann bei geschlossenem Dach der hintere Teil des Verdecks nach oben geklappt werden, so dass in Verbindung mit der nach unten öffnenden Kofferraumklappe eine große Ladeöffnung entsteht. Werden dann noch die Rücksitzlehnen flachgelegt, entsteht ein Stauraum von 605 Liter.

Aber wer wird ein Cabrio als Minilaster missbrauchen? Es geht ums Offenfahren, und das kann mit dem Mini Cabriolet auf zweierlei Art geschehen. Bei der großen Lösung wird das komplette Stoffdach binnen 15 Sekunden nach hinten eingefaltet, die Dachholme eingezogen und die hinteren Seitenscheiben versenkt. Erstmals bei einem Cabrio ist aber ins Stoffdach auch ein Schiebedach integriert, das auf Knopfdruck eine - dies wäre die kleine Lösung - bis zu 40 Zentimeter breite Luke freigibt.

Wenn der Wagen im Sommer auf den Markt kommt, wird es zunächst zwei Versionen des 1,6-Liter-Vierzylinder-Motors geben. Eine Variante fährt mit 90 PS (66 kW) vor, die andere mit 115 PS (85 kW). Serienmäßig sind beide Aggregate mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die Fahrleistungen des Mini One Cabrio liegen bei 175 km/h Höchstgeschwindigkeit und einem Durchschnittsverbrauch von 7,2 Liter je 100 Kilometer. Die entsprechenden Werte für das Mini Cooper Cabrio betragen 193 km/h und 7,3 Liter. Das stärkste Modell namens Mini Cooper S Cabrio folgt erst später. Die Verantwortlichen versprechen eine "sehr hohe Karosseriesteifigkeit", wodurch das "typische Go-Kart-Feeling" der bisherigen Mini-Modelle auch bei der offenen Variante erhalten wurde.

Zur Sicherheitsausstattung gehören zwei Frontairbags und zwei in die Vordersitzlehnen integrierte Seitenairbags. Im Falle eines Überschlag sind die Insassen durch die stählerne A-Säule um die Frontscheibe und die beiden Überrollbügel aus Aluminium hinter den Rücksitzen geschützt. Scheibenbremsen rundum und ABS sind Serie, Traktionskontrolle und ESP können gegen Aufpreis bestellt werden.

Das Mini Cabrio mit der Basismotorisierung wird nur mit schwarzem Stoffverdeck angeboten, für die Autos mit den stärkeren Maschinen gibt es neben Schwarz auch die Verdecke in Blau oder Grün. Die Liste mit den Extras ist lang, dennoch war das Unternehmen bei der Grundausstattung nicht kleinlich. Unter anderem sind eine Reifenpannenanzeige, Servolenkung, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Einparkhilfe, höhenverstellbarer Fahrersitz und Isofix-Kindersitzbefestigungen ab Werk an Bord.

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